Dramfelder Feuerwehrhaus

107 000 Euro Mehrkosten

Das Feuerwehrhaus Dramfeld.

Das Feuerwehrhaus Dramfeld.

Dramsfeld. „Probebohrungen haben ergeben, dass die tragfähigen Gesteinsschichten erst in einer Tiefe von bis zu 3,80 Metern beginnen“, sagte Kaufmann. So tief hinab müsse die Gründung des Gebäudes reichen. Damit hätte niemand gerechnet. Schließlich reiche die Wohnbebauung bis an das Grundstück heran. Die Mehrkosten könne die Gemeinde aufgrund der angespannten Haushaltslage nicht ohne Weiteres stemmen. Deshalb habe die Verwaltung das Projekt, das eigentlich in diesem Jahr umgesetzt werden sollte, erst einmal auf Eis gelegt.

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„Nun müssen die Fraktionen und der Bauauschuss über das weitere Vorgehen beraten“, sagte der Fachbereichsleiter. Eventuell stehe die Suche nach einem anderen Bauplatz an. Vor dem Kauf des jetzigen Grundstückes vor ein paar Jahren seien zehn weitere Plätze im Ort geprüft worden. Manche hätten keine 1800 Quadratmeter Baufläche geboten, andere nicht zum Verkauf gestanden. Wäre das neue Grundstück kleiner, müsse neu geplant werden. Das verursache weitere Kosten. Im Ausschuss herrschte betretenes Schweigen.

Neues Fahrzeug würde nicht in alte Halle passen

Das Problem der Politik: „Wir sind im Süden der Gemeinde Rosdorf auf die starke Dramfelder Feuerwehr angewiesen“, betonte Gemeindebrandmeister Martin Willing. Die Wehr in Dahlenrode sei vor Jahren aufgelöst worden. Die Wehr in Atzenhausen sei schwach. Die Dramfelder hätten dagegen viele aktive Kameraden. Es gebe eine starke Jugendfeuerwehr. Derzeit würde eine Kinderfeuerwehr aufgebaut. Alle diese ehrenamtlich Engagierten fänden im Altbau kaum Platz. Das Gebäude aus dem Jahr 1962 sei zudem sanierungsbedürftig. Damit es nicht einstürze, müsse es mit Stahlträgern abgestützt werden. Das Tor drohe herauszufallen.

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„Wir können zudem in Dramfeld kein Neufahrzeug beschaffen“, erläuterte Willing. Es würde nicht in die alte, viel zu kleine Halle passen. Das vorhandene Tragkraftspritzenfahrzeug stamme aus dem Jahr 1987. Der Oldtimer sei zwar noch funktionsfähig, könne die Wehr aber jederzeit im Stich lassen. Zudem verfüge das Fahrzeug nicht über moderne Technik. Das schwäche die Schlagkraft der Wehr.

Erste Kostenschätzung auf 650 000 Euro

Dieter Eikenberg, der Fraktionsvorsitzende der Wählergemeinschaft GuT, sieht sich in seiner Kritik am Neubau bestätigt. Er hatte sich mit Blick auf die Haushaltslage wiederholt gegen das Bauprojekt ausgesprochen. Nun fragte er, warum der Boden nicht schon früher untersucht worden sei. Er verwies außerdem darauf, dass sich die erste Kostenschätzung auf 650 000 Euro belief. „Dieser Wert war nicht bis ins Detail durchkalkuliert“, betonte Kaufmann.

Im September 2017 gab die Gemeinde dann Mehrkosten von 150 000 Euro bekannt. Als Grund nannte Kaufmann damals höhere Preisforderungen der Bauunternehmen, deren Geschäfte gegenwärtig boomen. Außerdem hatte der Landkreis für das Gebäude Nachbesserungen beim Brandschutz verlangt.

Von Michael Caspar

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