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Burgwedel

17-Jähriger gesteht Messerattacke auf 24-Jährige

Der 17-Jährige, der Ende März in Burgwedel eine 24-Jährige niedergestochen haben soll, hat die Tat eingeräumt.

Der 17-Jährige, der Ende März in Burgwedel eine 24-Jährige niedergestochen haben soll, hat die Tat eingeräumt.

Burgwedel.Der 17-Jährige, der Ende März eine 24-jährige Frau in Burgwedel niedergestochen haben soll, hat die Tat gestanden. "Er räumt den Messerstich ein", sagt Hannovers Oberstaatsanwalt Thomas Klinge auf HAZ-Anfrage. Demnach habe sich der Beschuldigte über seinen Anwalt schriftlich zu den Vorwürfen geäußert. "Nun muss geprüft werden, wie das rechtlich zu bewerten ist", sagt Klinge. Warum Abdalla M. auf Vivien K. einstach, sagt der Oberstaatsanwalt jedoch nicht. "Die Ermittlungen dauern an, außerdem müssen noch weitere Zeugen befragt werden."

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Bis auf Weiteres bleibt der 17-jährige Syrer in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft hat sich zudem dazu entschlossen, ein Gutachten über M. anfertigen zu lassen. „Es soll unter anderem geklärt werden, ob beim Beschuldigten eventuell eine verminderte Schuldfähigkeit während des Tatzeitpunktes bestand“, sagt Klinge. Das Ganze geschehe aber vorsorglich, damit das Gutachten nicht erst bei einem möglichen Prozess in Auftrag gegeben werde. Abdalla M. gehört offenbar zu einer größeren Familie, die als Kontingentflüchtlinge aus einem Randbezirk der syrischen Hauptstadt Damaskus nach Deutschland eingereist waren und seit 2013 in Großburgwedel leben.

Dem jungen Mann wird vorgeworfen, Vivien K. am Abend des 23. März in Burgwedel niedergestochen zu haben. Zuvor war die 24-Jährige mit ihrem Lebensgefährten im Edeka-Markt an der Dammstraße einkaufen und beide gerieten dort in einen Streit mit einem 13- und 14-jährigen Syrer. Offenbar ging es dabei um Nichtigkeiten und das Paar wollte die beiden zurechtweisen, doch die Jugendlichen holten daraufhin den 17-jährigen Verwandten dazu. Dieser stach dann vor dem Supermarkt auf Vivien K. ein, nachdem es zu einem Gerangel gekommen war und die 24-Jährige schlichten wollte.

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Das Opfer erlitt eine lebensgefährliche Verletzung und musste noch in der Nacht notoperiert werden. K. lag tagelang im künstlichen Koma, konnte laut Oberstaatsanwalt Klinge aber inzwischen befragt werden. Bis dahin stützten sich die Ermittlungen weitestgehend auf die Aussagen ihres Lebensgefährten. "Sie hat den Tathergang in der Vernehmung nun im weitesten Sinne bestätigt", sagt Klinge.

Anfangs hatte die Staatsanwaltschaft wegen versuchter Tötung gegen Abdalla M. ermittelt, wirft ihm inzwischen aber nur noch gefährliche Körperverletzung vor. "Der Beschuldigte hat kein zweites Mal zugestochen, obwohl er es einfach hätte tun können", sagt Klinge. Deshalb sei er von der Tötungsabsicht zurückgetreten.  "Wohin der Angreifer sticht, ist in dem Fall egal", so Klinge. Zudem sei K. nach derzeitigen Erkenntnissen nicht sofort zusammengebrochen, sondern stand zunächst weiter aufrecht und war bei Bewusstsein. "Der Tatvorwuf kann sich im Laufe der Ermittlungen aber jederzeit ändern", sagt Klinge.

Von Peer Hellerling

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