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Junge Modedesigner

Fahmoda lädt am Sonnabend zur Fashion Show

Kollektion mit Katus: Julia Hollnack setzt auf die Stachelpflanze

Kollektion mit Katus: Julia Hollnack setzt auf die Stachelpflanze

Hannover. Frau Hollnack, Sie sind eine der Absolventinnen der Modeschule Fahmoda, die am Sonnabend in der Orangerie in Herrenhausen ihre Kollektionen präsentieren. Was zeigen Sie dem Publikum?

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Bei den Outfits, die ich geschneidert habe, ist das Motiv des Kaktus zentral. Es ist gemalt, gedruckt, gestickt oder gestrickt zu sehen. Bei den Schnitten habe ich auf Gradlinigkeit geachtet. Pattentaschen symbolisieren zum Beispiel die Kaktusblätter, aufgenähte Glasperlen die Stacheln.

Und man kann das alles anfassen, ohne sich weh zu tun?

Natürlich! Die Materialien sind sogar sehr angenehm zu tragen, ich verwende überwiegend fluffige Wolle und zarte Seite.

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Sie haben Ihre Kollektion „Über die Schönheit der Monotonie“ genannt. Erklären Sie das bitte.

Monotonie steht für Gleichförmigkeit. Viele denken dabei an Langeweile. Aber für mich ist es auch ein positiv besetzter Begriff, es geht um Momente des Innehaltens in einer schnelllebigen Welt. Ein Widerspruch – wie die schöne Blüte des Kaktus und seine spitzen Stacheln.

Das ist ja ein nahezu philosophischer Ansatz beim Modemachen.

Mode zu entwerfen bedeutet auch immer, sich mit der Gesellschaft auseinanderzusetzen. Sie spiegelt den Zeitgeist wider.

Aber gerade die Modelle, die auf den Laufstegen präsentiert werden, gehen doch häufig nicht konform mit dem Zeitgeist – im Hinblick auf die Tragbarkeit zum Beispiel.

Das kann so sein, muss es aber nicht. Ich habe im Laufe meiner Ausbildung auch schon ziemlich dekonstruierte Modelle designt. Aber grundsätzlich geht es mir darum, tragbare und bezahlbare Kollektionen zu entwerfen, die die Persönlichkeit eines Menschen unterstreichen. Dass das funktioniert, zeigen wir bei der Absolventen-Show. Erstmals wird da auch eine Prêt-à-Porter-Kollektion präsentiert. Teile daraus können die Besucher direkt vor Ort bestellen. Sie werden dann auf Maß konfektioniert und angefertigt. Ich habe zum Beispiel drei sehr hochwertige Mäntel für diese Kollektion beigesteuert, sie kosten zwischen 340 und 490 Euro – und ich würde sagen, sie halten ein Leben lang.

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Warum wollten Sie Modesignerin werden?

Ich habe es schon immer geliebt, mir eigene Sachen zu schneidern. Das ist für mich verbunden mit einem Glücksgefühl. Als Autodidaktin habe ich mir alles selber beigebracht. Fünf Jahre lang habe ich als selbstständige Modemacherin gearbeitet und Kollektionen für Mädchen entworfen. Doch dann habe ich gemerkt, dass ich eine fundiertere Ausbildung brauchte – auch um bessere Jobperspektiven zu haben.

Und wie sehen die jetzt für Sie aus?

Ich denke, durch meinen Abschluss an der Fahmoda habe ich eine gute Ausgangsbasis. Das Besondere ist ja, dass wir das Modedesign ebenso lernen wie das Maßschneiderhandwerk. Ab dem Wintersemester gibt es an der Fahmoda zudem die Möglichkeit, einen Bachelor in Betriebswirtschaft zu machen. Denn man muss als Designer auch rechnen können, das Modemanagement wird immer wichtiger.

Ist Hannover eine Modestadt?

Mit Berlin, Hamburg oder Düsseldorf können und müssen wir uns hier nicht vergleichen. Doch es gibt hier viel Potenzial an kreativen Leuten und gute Ausbildungsstätten. Übrigens kommen angehende Designer aus dem ganzen Bundesgebiet, der Schweiz und Österreich hierher: In meinem Fahmoda-Jahrgang mit 15 Absolventen war ich die einzige Hannoveranerin.

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Info: Die Fahmoda-Absolventen-Show in der Orangerie in Herrenhausen läuft am Sonnabend um 16 Uhr und um 19.30 Uhr. Am Nachmittag kosten die Karten zwischen 19,95 und 47 Euro, am Abend zwischen 21 und 63 Euro. Es gibt sie an den bekannten Vorverkaufsstellen oder an der Tages- und Abendkasse,

Von Juliane Kaune

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