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Modeschule

Neuer Chef will Fahmoda anders ausrichten

Die Modeschule startet durch: Heike Frömbgen-Penkert und Torsten Max Volmary haben die Fahmoda übernommen.Foto: Heusel

Die Modeschule startet durch: Heike Frömbgen-Penkert und Torsten Max Volmary haben die Fahmoda übernommen.Foto: Heusel

Hannover. Die Modeschule Fahmoda ist im Umbruch. Der Designer und Unternehmer Torsten Max Volmary hat die private Akademie für Modedesign und Maßschneiderei zu Jahresbeginn von Karin Lilienthal und Claudia Krug übernommen. Die beiden Gesellschafterinnen hatten die Fahmoda 2003 gegründet. Neue Direktorin ist Heike Frömbgen-Penkert, die bereits an der Fahmoda gearbeitet hat.

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Volmary hat einiges vor, um die Ausbildung noch weiter zu verbessern. Aktuell erlernen rund 80 Modeschüler ihr Handwerk an der Fahmoda. Sie können bisher einen Doppelabschluss als Maßschneider und Modedesigner mit Prüfungen bei Handwerkskammer und Land machen. Möglich ist auch eine Kombination mit dem Abschluss als Bachelor in Modedesign an der britischen Universität Doncaster.

Das Renommee der Uni sei aber eher gering, urteilt Volmary. „Da flippt kein Personalchef aus.“ Der 53-Jährige verhandelt deshalb aktuell mit einer privaten Fachhochschule in Hannover über eine Kooperation. „Wir wollen einen deutschen Bachelor auf hohem Niveau anbieten“, betont der neue Gesellschafter. Wert legt er dabei vor allem auf eine stärkere betriebswirtschaftliche Ausrichtung des Studiums. In Planung ist auch ein weiterführender Master. Der neue Studiengang startet voraussichtlich im September 2018.

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In Entwurf und Schnitttechnik sei die Fahmoda gut aufgestellt, betont Volmary. Das zeigten die Preise, die Absolventen regelmäßig einheimsen. „Aber ein großer Teil der Modeschüler träumt nach dem Abschluss von der Selbstständigkeit.“ Dafür sollen sie nun in allen Ausbildungsgängen intensiver in Businesspläne und Risikoeinschätzung eingeführt werden.

Volmary stammt aus einer Textilfabrikantenfamilie in Münster, hat selbst Betriebswirtschaft studiert und längere Zeit im Modeimport gearbeitet. Vor acht Jahren hat er sein eigenes Label gegründet, das international vertrieben wird. In Hannover hat das Mäntelhaus Kaiser die hochwertige Damenmode im Sortiment. Volmary lässt ausschließlich in Polen produzieren und baut dort aktuell eine eigene Fertigung auf.

Seinen Hintergrund als Unternehmer begreift Volmary durchaus als Chance für die Modeschüler. Sie können künftig mit aktuellen lieferbaren Stoffen arbeiten, attraktive Stücke könnten später tatsächlich produziert werden. „Die Schüler entwickeln praxisnahe Kollektionen und sehen, ob das erfolgreich ist.“

Sonnabend bietet Fahmoda von 11 bis 16 Uhr in der Herrenstraße 13 einen Workshop für Taschen. Studenten helfen als „Näh-Pate“. Die Teilnahme ist kostenlos.

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