Pressefreiheit eingeschränkt

Dänischer Reporter kurz von katarischer Polizei festgehalten

Die dänische Nationalmannschaft bei der WM in Katar.

Die dänische Nationalmannschaft bei der WM in Katar.

Ein dänischer Reporter ist wegen Aufnahmen von Tumulten zwischen iranischen Fans bei der Fußball-WM in Katar nach eigenen Angaben kurzzeitig von der Polizei festgesetzt worden. Er sei von der katarischen Polizei festgehalten worden, weil er Iraner gefilmt habe, die von regierungstreuen Landsleuten angegriffen worden seien, schrieb der TV2-Reporter Rasmus Tantholdt am späten Dienstagabend auf Twitter. Wenige Minuten später meldete er, wieder auf freiem Fuß zu sein. Man habe ihn gebeten, seine Aufnahmen zu löschen – dies habe er verweigert.

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Dänischer Reporter nicht zum ersten Mal bei Dreharbeiten in Katar gestört

Später veröffentlichte Tantholdt Aufnahmen, die Auseinandersetzungen zwischen iranischen Fans im Rahmen der WM-Partie des Iran gegen die USA (0:1) zeigten. „Sie greifen uns an. Sie greifen dieses Mädchen für nichts an“, sagte ein Mann, der wie eine weitere Frau ein T-Shirt mit der Aufschrift „Women Life Freedom“ (Frauen Leben Freiheit) trug. Unter dem Motto protestieren unzählige Iranerinnen und Iraner in ihrem Heimatland und in anderen Ländern gegen die Führung ihres Landes.

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Es war nicht die erste Kontroverse, die Tantholdt bei der WM in Katar erlebte. Bereits vor zwei Wochen war sein Team trotz gültiger Akkreditierungen und Drehgenehmigungen bei der Arbeit von lokalen Sicherheitskräften bedrängt worden. Die WM-Organisatoren entschuldigten sich später dafür.

RND/dpa

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