Frauenpower am Set

„Die Ringe der Macht“-Star Morfydd Clark über die Dreharbeiten und warum sie männliche Kollegen bisher beneidete

Morfydd Clark spielt in "Die Ringe der Macht" die Rolle der Galadriel

Morfydd Clark spielt in "Die Ringe der Macht" die Rolle der Galadriel

Fans der Fantasy-Serie sind schon seit Monaten in heller Aufregung! Am 2. September, genau am Todestag von J. R. R. Tolkien (1892 - 1973), war es so weit: Das Spin-off zu „Der Herr der Ringe“, „The Rings of Power“, ging bei Amazon Prime endlich an den Start - als eine Art Hommage an den verstorbenen Schöpfervater und Schriftsteller. „Die Ringe der Macht“, so der deutsche Titel, spielt mehrere tausend Jahre vor den Kult-Filmen, in einer Zeit, in der die berühmt-berüchtigten Ringe noch lange nicht geschmiedet waren. Unter den Schauspielstars in „The Rings of Power“: die walisische Leinwand-Schönheit Morfydd Clark. Sie brillierte in der Vergangenheit bereits in Serien wie „His Dark Materials“ oder in Filmen wie „Crawl“. Doch ihre aktuelle Rolle als Noldo-Elbin „Galadriel“ katapultiert die 33-Jährige in völlig neue Sphären. Im Interview spricht Morfyyd Clark nun ganz offen über ihr neues Abenteuer in Mittelerde.

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In „Der Herr der Ringe: The Rings of Power“ zeigen Sie echtes Action-Talent. Wie hart war die Vorbereitung auf Ihre Rolle?

Ich hatte unheimlich viel Training. Schwimmen, Klettern, Reiten und jede Menge Stunt-Übungen mit Waffen gehörten dazu. Ich musste für die Rolle so fit wie nur möglich werden.

Wie lief der Casting-Prozess ab?

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Der Prozess war extrem langwierig und hat sich über drei Länder erstreckt. Ich habe in London angefangen, bin über Los Angeles gereist und schließlich in Barcelona gelandet, um mich mit J.A. und der ganzen Filmcrew zu treffen und vorzusprechen. Es war nervenaufreibend!

Wie war die Zusammenarbeit mit einer Regie-Legende wie J.A. Bayona?

Es war einfach nur wundervoll. Ich bin schon seit Jahren ein echter Fan von J.A. Mit ihm habe ich meinen Helden aus der Kindheit getroffen, und ich kann sagen: Es war keine Enttäuschung! Seine Fantasie ist so wild, und er ist so leidenschaftlich bei der Sache. Gleichzeitig hat er noch etwas Kindliches, wenn er am Set ist. Mit ihm zusammenzuarbeiten, war dementsprechend nicht nur toll, sondern auch eine echte Ehre.

„Ich wollte mein eigenes Ding machen“

Viele Fans haben große Erwartungen an Ihre Rolle Galadriel, weil sie auch schon in Peter Jacksons Trilogie vor 20 Jahren eine feste Instanz war. Haben Sie sich in Ihrer Vorbereitung von Vorreitern wie Cate Blanchett inspirieren lassen?

Auf jeden Fall. Ich war ehrlich gesagt total froh, dass ich die Filme mit Cate Blanchett als Referenz für meine Rolle hatte. Aber am Ende musste ich mich davon auch befreien und mein eigenes Ding daraus machen. Hoffentlich mit Erfolg...

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Was glauben Sie ist das Besondere an „Lord of the Rings: The Rings of Power“?

Ich muss sagen, dass ich es cool finde, dass viele Frauen in das Projekt involviert sind. Trotzdem sind natürlich über 50 Prozent immer noch Männer, aber es ist eine gewisse Balance zu erkennen. Das finde ich großartig. Ich bin stolz, Teil dieser Produktion zu sein. Zuvor war ich lange Zeit immer neidisch auf meine männlichen Kollegen, weil sie häufig diejenigen waren, die das Reiten oder das Kämpfen für einen Film lernen durften. In „The Rings of Power“ darf ich diese Dinge aber endlich selbst machen.

„Wir waren wie Aliens auf einem fremden Planeten“

Hat Ihnen Ihr Make-up und das Kostüm dabei geholfen, richtig in die Rolle zu schlüpfen?

Absolut. Ohne meinen Look wäre es schwierig gewesen, mich voll und ganz dieser völlig anderen Welt hinzugeben. Mit den Ohren und den Haaren dachte ich plötzlich: „Oh wow, jetzt bin ich hier und habe keine Zweifel mehr.“ Es war jedoch ein langer Prozess bis dahin. Wir haben einige Tränen vergossen, weil mehrere Abteilungen mehrere Monate damit beschäftigt waren, den richtigen Look für mich zu kreieren.

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Wie war es für Sie, 20 Jahre nach den „Herr der Ringe“-Filmen und zehn Jahre nach dem „Hobbit“ in Neuseeland zu drehen?

Das war unglaublich. Als Fan der ursprünglichen Filme habe ich einige Tage gebraucht, bis ich es glauben konnte. Ich komme aus Wales und konnte mich deshalb schnell damit identifizieren, an einem kleinen Ort zu drehen, an dem sich alle schon kennen. Das war ein großes Glück für uns, weil wir quasi in eine bereits geölte Maschine geschmissen wurden. Alle waren mit voller Leidenschaft bei der Sache und wussten genau, was zu tun ist. Das war auch bitter nötig, weil viele von uns Schauspielern in den ersten Tagen wie Aliens auf einem fremden Planeten umhergelaufen sind (lacht).

RND/Teleschau

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