„Die Pointe muss gut sein“

Neue Staffel der „Carolin Kebekus Show“: Komikerin will auch Ukraine-Krieg behandeln

Carolin Kebekus will in den neuen Folgen der "Carolin Kebekus Show" auch den Ukraine-Krieg aufgreifen.

Carolin Kebekus will in den neuen Folgen der "Carolin Kebekus Show" auch den Ukraine-Krieg aufgreifen.

Köln. Carolin Kebekus (41) will in der neuen Staffel ihrer ARD-Show auch den Ukraine-Krieg behandeln. „Comedy ist gerade in einer solchen Zeit ein wichtiges Mittel, um mit all den Meldungen klarzukommen“, sagte die Komikerin der Deutschen Presse-Agentur in Köln. „Aber wie bei allen heiklen Themen muss die Pointe besonders gut sein und muss auch die Richtigen treffen. Komik ist ja kein Freifahrtschein, um sich einfach mal wie ein Arschloch zu verhalten und nach unten zu treten. Wenn man das beherrscht, kann Lachen doch unglaublich befreien.“

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Sie persönlich sei jedenfalls immer erleichtert, wenn das reale Leben auch in Satireformaten widergespiegelt werde. „Wir leben nun mal in dieser seltsamen Welt gerade, und der kann ich auch mit Humor begegnen.“ Der Krieg sei im Übrigen gerade für Comedians noch aus einem anderen Grund besonders interessant: „Wer hätte gedacht, dass der einst professionelle Spaßmacher Wolodymyr Selenskyj sich als Präsident so mutig dem aktuell furchteinflößendsten Diktator der Welt gegenüberstellt?“ Offenbar gebe es nicht nur Politiker und Politikerinnen mit Comedy-Potenzial, sondern auch Comedians mit Politiker-Potenzial.

Corona wird ebenfalls thematisiert

Auch Corona wird in der neuen Staffel der „Carolin Kebekus Show“ wieder aufgegriffen. „Natürlich würden auch wir uns wünschen, dass Corona endlich aus der Welt ist“, sagte Kebekus. „Da das Virus aber immer noch Teil unserer aktuellen Lebensrealität ist und wir diese in unserer Sendung abbilden wollen, lässt sich das Thema natürlich nicht vermeiden oder komplett ausblenden.“ Ein anders Dauerthema der Show ist die katholische Kirche: „Jedes Mal, wenn ich ein Stück über die Kirche gemacht habe, dachte ich: Das war's aber jetzt – jetzt hab ich den Sack zugemacht“, sagte Kebekus. „Aber jedes Mal passieren wieder Dinge, vor allem im Erzbistum Köln, da juckt es mir in den Fingern.“

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Im Übrigen gelte: „Wir wählen immer Themen aus, die mich irgendwie berühren und auch allen anderen im täglichen Leben begegnen. Dazu gehören zum Beispiel die Benachteiligung von Frauen beim Thema Finanzen und die Frage, warum die Gesellschaft eigentlich Singles diskriminiert. Ein weiteres Thema wird Food Waste, also die Lebensmittelverschwendung, sein.“ Dazu hat Kebekus den Koch Nelson Müller in die erste Sendung eingeladen. Mit ihm will sie ein leckeres Essen aus abgelaufenen Lebensmitteln zubereiten.

Weitere Gäste sind der Entertainer Riccardo Simonetti und „Tagesthemen“-Moderatorin Caren Miosga. „Und in meiner ersten Folge kommt Bastian Pastewka, mit dem ich bekannten Fernsehmelodien endlich den Text geben werde, den sie eigentlich verdient hätten.“ „Die Carolin Kebekus Show“ ist ab 28. April neun Mal in Folge am Donnerstagabend um 22.50 Uhr im Ersten zu sehen. Weitere sieben Ausgaben sind im Herbst 2022 geplant. Die Reihe wird vom WDR produziert.

RND/dpa

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