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Nach Coming-out: WDR-Studioleiterin feiert erstmals als Frau den Weltfrauentag

Männerkleidung war für Georgine Kellermann 62 Jahre lang Alltag.

Männerkleidung war für Georgine Kellermann 62 Jahre lang Alltag.

Im vergangenen Dezember hatte sich die WDR-Studioleiterin Georgine Kellermann als transgender geoutet, zuvor lebte sie in der Öffentlichkeit jahrzehntelang als Mann. Ein befreiender Schritt für die 62-Jährige, die am Sonntag zum ersten Mal als Frau den Weltfrauentag feierte.

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Ihre Freude teilte Kellermann bei Twitter: “Weltfrauentag und ich bin zum ersten Mal dabei”, schrieb die Journalistin, postete dazu verschiedene Emojis, unter anderem das von einer tanzenden Frau.

Der Tweet sammelte Tausende “Gefällt mir”-Angaben und viele positive Kommentare. Ricarda Lang, stellvertretende Bundesvorsitzende und frauenpolitische Sprecherin der Grünen, schrieb etwa: “So ein schöner Tweet”, gefolgt von einem Herzen.

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Nach eigenen Angaben fühlte sich Kellermann schon als Kind nicht wohl als Junge, in der Pubertät sei ihr klar geworden, dass sie sich als Frau fühlte. Trotzdem lebte sie jahrzehntelang in der Öffentlichkeit als Mann, trug nur insgeheim ab und zu Frauenkleider. Im vergangenen September entschloss sich Kellermann zu einem Outing. Mit 62 Jahren wurde aus dem WDR-Chef eine WDR-Chefin. “Ich brauchte mir nichts Neues zu kaufen – nach dem Outing. Ich habe drei Kleiderschränke, die hängen voll mit Damensachen, die ich immer dann getragen habe, wenn ich zu Hause war, und in den letzten zwei, drei Jahren auch schon mal draußen”, sagte Kellermann damals im WDR-Interview.

RND/seb

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