Spätkauf, Geisterspiel oder Clubsterben: Wenn die „New York Times“ Deutsch schreibt

Ein geöffneter Spätkauf in Berlin.

Ein geöffneter Spätkauf in Berlin.

Berlin. Wer als Deutscher schön öfter in England oder den USA gewesen ist, kennt sie: deutsche Wörter, die Eingang in die englische Sprache gefunden haben. Anregung für mögliche weitere neue Vokabeln gibt ein Twitter-Account der „New York Times“. Dazu durchforstet ein kleines Programm jeden Tag die Texte der altehrwürdigen Tageszeitung auf der Suche nach neuen Begriffen und gleicht sie anschließend mit dem Archiv der Zeitung ab. Was übrig bleibt, wird gepostet.

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Letzte deutsche Entdeckung ist der „Spätkauf“. In einem Text über die Freuden des nächtlichen Radfahrens in Berlin wird er als ein nachts geöffneter Gemischtwarenladen beschrieben, ausgestattet mit Bänken, die Liebhaber preiswerten Biers willkommen heißen. Dabei ist der Späti, egal ob in seiner Form als Kiosk in Hannover oder Büdchen in Köln, ein Stück deutsche Feierabendkultur. Ein Stück Kultur, dessen Existenz durch Corona bedroht wird.

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In ähnlicher Form gilt das für das „Clubsterben“, dass das Programm bereits vor der Beginn der Pandemie im Januar 2020 in den Zeilen der „New York Times“ aufspürte. Wenige Monate später, im Juni desselben Jahres, stieß es auf das „Geisterspiel“.

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Inwieweit diese Begriffe wirklich Eingang in die englische Sprache finden, bleibt abzuwarten. Ihnen allen ist jedoch gemein, dass sie von unheilvollen Entwicklungen handeln. Ein bisschen wie die German Angst, die im Englischen Synonym für eine gewisse Furcht vor dem Leben steht. Dabei könnte ein optimistischerer Blick in die Zukunft mal ein neuer „Zeitgeist“ sein.

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