Zurück in der Zukunft

„Star Trek: Picard“: In der zweiten Staffel geht es um Wein, Weib und Weltraum

Ausweichmanöver in der Liebe: Admiral Jean-Luc Picard (Patrick Stewart) ist in Sachen Zweisamkeit zögerlich. Dann erscheint zu allem Überfluss auch noch ein gar nicht mal kubusförmiges Borg-Schiff in der zweiten Staffel von „Star Trek: Picard“.

Ausweichmanöver in der Liebe: Admiral Jean-Luc Picard (Patrick Stewart) ist in Sachen Zweisamkeit zögerlich. Dann erscheint zu allem Überfluss auch noch ein gar nicht mal kubusförmiges Borg-Schiff in der zweiten Staffel von „Star Trek: Picard“.

Wenn einem jemand seine Liebe erklärt, dann verkneift man sich gewisse Dinge, auch wenn einem der Sinn gerade nicht nach dergleichen steht. Ein Grinsen etwa. Oder ein Seufzen. Dem, der sich offenbart, muss das erscheinen wie Hohn. Und so ergeht es der Romulanerin Laris (Orla Brady), Verwalterin des Weinguts von Jean-Luc Picard (Patrick Stewart), die sich in ihren gar nicht mehr so greisen Chef verliebt hat. Wir erinnern uns: Der todkranke Held der Sternenflotte wurde in der ersten Staffel von „Star Trek: Picard“ mit einem synthetischen Körper ausgestattet, womit er zwar immer noch alt aussieht, aber ein paar Lebensjahrzehnte zusätzlich erhielt.

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„Warum hast du das Alleinsein gewählt?“, fragt ihn Laris bei einem Glas Wein (auf den Erfolg der jüngsten Lese). „Ich habe mein Leben mit den Sternen verbracht“, erklärt der Föderationsadmiral, und die Zeichen stehen einen Moment lang auf Zärtlichkeit. Dann das Grinsen. Der Seufzer. Ojemine, Picard! Der holde Augenblick, er geht verloren.

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„Picard und der schwere Weg zur Liebe“ könnte die zweite Staffel der Serie überschrieben sein. Und eine Weile scheint es (in der ersten Episode, über die bislang nur berichtet werden darf), als stünde allein das Private im Vordergrund. In Rückblenden sieht man den Dreikäsehoch Picard, den seine Mutter Yvette (Madeline Wise) schon „mein kleiner Magellan“ nannte, in einem leeren Wintergarten stehen. Die Ehe der Eltern war kriselnd, der Vater offenbar ein Streithammel und Grobian. Vielleicht lebt Picard im Zölibat nur wegen des schlechten Vorbilds ... und die Romulanerin kommt im Lauf der zehn Episoden doch noch zum Zuge.

„Hilf uns, Picard!“: Ein grüner Spalt erscheint im All

Die zweite Staffel beginnt anderthalb Jahre nach der ersten, die Verhältnisse sind wieder geordneter: Androiden wie Soji (Isa Briones) sind nicht mehr verfemt, Raffi Musiker (Michelle Hurd) ist wieder im Dienst der Föderation, Chris Rios (Santiago Cabrera) kaut seine Zigarren als Captain der schnieken NCC 2893 U. S. S. Stargazer (dem neuesten Modell des Schiffs, auf dem Picard sein erstes Kommando hatte) und der elbenhafte Elnor (Evan Evagora) ist der erste romulanische Kadett der Sternenflottenakademie.

Friede, Freude, klingonische Kirschtorte – bis ein grüner Riss im Weltraum erscheint, ein unheimliches Schemen auftaucht, das einen Funkspruch aussendet: „Hilf uns, Picard!“ Der Admiral wird vom Weinberg weg in den Weltraum gerufen.

Grün? Unheimlich? Das können nur die Borg sein, jene Schwarmintelligenz, die einst auch Picard assimilierten, die für einige der besten Folgen der Serie „Star Trek: Das nächste Jahrhundert“ (1987–1994) sorgten, die zudem „Der erste Kontakt“ (1996) dominierten, den spannendsten aller „Star Trek“-Kinofilme, und die auch einige Gänsehaut in der ersten „Picard“-Staffel (2020) bewirkten. Wollen die Mordameisen des Weltraums tatsächlich Mitglied der Föderation werden? „Wir wünschen Frieden!“ ist die Botschaft für Picard.

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Es gibt dann noch eine zweite Botschaft, die den Borg ähnlicher sieht. Und die ein wenig Schwung in die etwas träge Auftaktfolge bringt.

Alte Bekannte erscheinen zur Freude der Hardcore-Trekkies: Mit Guinan (Whoopi Goldberg) tauscht Picard sich über Amors Pfeile aus. Eine „final frontier“ müsse der Admiral noch überschreiten, sülzt die wohl berühmteste Barkeeperin des „Star Trek“-Universums – die der Liebe. Und John de Lancie erscheint in seiner Kultrolle als gottähnlicher Q – zweifellos, um dieser Staffel seinen Stempel aufzudrücken. „Willkommen am Ende der Straße, die nie beschritten wurde“, verkündet er am Ende der ersten Episode, die so einigermaßen unterhaltsam war, von der aus man aber selbstverständlich nicht auf die Qualität der Staffel schließen kann.

Wenn sich da mal kein Paralleluniversum auftut.

„Star Trek: Picard“, Staffel 2, zehn Episoden, von Akiva Goldsman, Terry Matalas, mit Patrick Stewart, Alison Pill, Santiago Cabrera (bei Amazon Prime Video)

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