Nationalhymne nicht mitgesungen

„Mutig und beeindruckend“: viel Lob für Irans schweigende Fußballer

Die iranische Nationalmannschaft hat die Hymne beim Auftakt gegen England nicht mitgesungen.

Die iranische Nationalmannschaft hat die Hymne beim Auftakt gegen England nicht mitgesungen.

Teheran. Bei der Fußball‑WM in Katar haben die Spieler der iranischen Nationalmannschaft vor ihrem Auftaktspiel gegen England die Nationalhymne nicht mitgesungen. Beobachter verstanden dies als ein Zeichen der Solidarität mit den systemkritischen Demonstrantinnen und Demonstranten im Land. In sozialen Medien würdigten viele Nutzerinnen und Nutzer den Mut der iranischen Nationalspieler.

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+++ Lesen Sie alle News rund um die WM in Katar im Liveblog +++

Iran-Spieler schweigen bei Nationalhymne: „mutig und beeindruckend“

Die Journalistin Dunja Hayali schrieb, dass das Schweigen des Teams „mutig und beeindruckend“ sei und „ernsthafte Folgen“ haben könnte.

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Die Politikerin und Aktivistin Jutta Ditfurth kritisierte, dass weder iranische noch katarische Medien die Aktion gezeigt hätten. „Iranische Fans unterstützen #MahsaAmini-Proteste vor dem Spiel Iran gegen England. Sie buhen die Nationalhymne des iranischen Regimes aus. Spieler singen Nationalhymne nicht mit.“

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Die Journalistin Natalie Amiri bezeichnete die Geste als stummes, aber klares Statement für die Revolution auf den Straßen im Iran.

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Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder schrieb bei Twitter, dass die Spieler des Irans „unglaublich großen Mut gezeigt“ hätten. „Solche Courage stünde auch den europäischen Fußballverbänden gut zu Gesicht“, so der CSU-Vorsitzende.

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Der stellvertretende Bundesvorsitzende der FDP, Johannes Vogel, bezeichnete die Aktion als „bemerkens­wert“. Die Iraner würden mit dem Schweigen zur Hymne der Islamischen Republik ihre Freiheit riskieren, so der Politiker.

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Eine andere Twitter-Nutzerin schrieb, dass die „beste Mannschaft verloren“ habe. „Die iranische Fußball­nationalmannschaft zeigt der Welt, dass sie keine feigen Löwen sind, indem sie Tod und Gefängnis riskieren, um ein Zeichen zu setzen.“

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Ein Twitter-Nutzer schrieb, die Spieler des Irans würden demonstrieren, wie man ein Zeichen setze. Ihnen würde daheim ganz was anderes als eine Gelbe Karte drohen. Er spielt damit auf den Verzicht mehrerer Nationalmannschaften auf das Tragen einer One-Love-Binde an.

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Schätzung: Bislang Tausende Protestierende im Iran festgenommen

Weil die Spieler die Hymne nicht mitsangen, unterbrach der iranische Staatssender seine Liveübertragung. Den Spielern könnten nun Konsequenzen drohen. Im Iran war spekuliert worden, dass sie möglicherweise gesperrt werden, sollten sie bei der Hymne schweigen.

Iranische Aktivisten hatten zuvor auf eine solche Geste der Spieler gehofft. Der Kapitän der Mannschaft, Ehsan Hajsafi, hatte am Sonntag sein Beileid für die trauernden Familien der Opfer im Iran ausgedrückt. Die Mann­schaft habe zu akzeptieren, dass die Bedingungen im Land nicht gut und die Menschen nicht glücklich seien. Dessen seien sich die Spieler bewusst, sagte er.

Seit dem Tod der iranischen Kurdin Mahsa Amini Mitte September gibt es anhaltende Proteste im Iran. Sie richten sich gegen das konservativ-religiöse System der Islamischen Republik sowie gegen den autoritären und kompromisslosen Kurs der Regierung.

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Die junge Frau war in Polizeigewahrsam verstorben, nachdem sie wegen Verstoßes gegen die islamischen Kleidungsvorschriften festgenommen worden war. Zehntausende zogen seither auf die Straßen. Nach Schätzungen von Menschenrechtlern wurden im Zuge der Proteste bereits Tausende Iranerinnen und Iraner festgenommen und Hunderte Menschen getötet.

RND/sz mit dpa

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