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„Bräute und Bräutigame sind in Oxnead nicht willkommen“

Streit um ausufernde Hochzeitsfeiern in englischem Dorf

Hochzeit Christine und René aus Torgau im Ziehtenhof Süptitz.

Anwohner protestieren in der Grafschaft Norfolk mit Schildern wie „Bräute und Bräutigame sind in Oxnead nicht willkommen“ gegen die Hochzeiten.

Oxnead. Tägliche Hochzeitsfeiern mit lauter Musik und betrunkenen Gästen sorgen in einem Dorf in Ostengland für Streit zwischen den Eigentümern des Partyorts und Nachbarn. Anwohner protestieren nun mit Schildern wie „Bräute und Bräutigame sind in Oxnead nicht willkommen“ gegen die Feste. Sie kritisieren, das als Hochzeitslocation bekannte Anwesen Oxnead Hall in der Grafschaft Norfolk sei zu einem „Förderband für Hochzeiten“ geworden.

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Schlaflose Nächte

Ihre Kinder im Alter von sechs und sieben Jahren könnten nicht mehr schlafen und gingen völlig übermüdet in die Schule, sagte Emma Slaughter der Zeitung „Telegraph“ (Donnerstag). „Die Musik wird am frühen Abend hochgefahren und endet nicht vor Mitternacht.“

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Eine andere Nachbarin sagte, sie habe ihr Schlafzimmer auf die andere Seite ihres Hauses verlegt. Die Vermieter angrenzender Wohnungen berichteten dem Blatt, dass Hochzeitsgäste in Vorgärten uriniert und Pferde in einem nahen Stall aufgeschreckt hätten. Immer wieder lägen Scherben von zerbrochenen Flaschen herum.

Hochzeitsfeiern seit dem 16. Jahrhundert

In Oxnead Hall aus dem 16. Jahrhundert werden seit Jahren Hochzeiten ausgerichtet, allerdings waren es höchstens zwei pro Woche. Um den Rückstau von Eheschließungen aufgrund der Pandemie aufzulösen, erhielten die Eigentümerin Beverley Aspinall und ihr Ehemann aber von der Kommune die Erlaubnis für eine unbegrenzte Zahl von Feiern - angeblich, ohne die Nachbarn einzubeziehen.

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Das Geschäft sei für die Aspinalls zu einem „Goldesel“ geworden, sagte Anwohnerin Slaughter. „Wir hoffen, dass die Schilder potenzielle Bräute und Bräutigame darauf aufmerksam macht, wie sich dies auf die Menschen auswirkt.“

Eigentümerin weißt Vorwürfe zurück

Eigentümerin Aspinall hingegen wies die Vorwürfe zurück und kritisierte, die Nachbarn würden eine Zusammenarbeit verweigern. Mitarbeiter hätten gekündigt, weil sie von Anwohnern schlecht behandelt worden seien. Aspinall betonte, sie habe Tausende Pfund in Schallschutz, Sicherheitspersonal und einen Zäune investiert.

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RND/dpa

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