Proteste gegen Corona-Politik: Polizei ermittelt in Ulm gegen Mann mit Axt und Gasmaske

Tausende sind am Samstag wieder in zahlreichen Städten Deutschlands gegen die Corona-Politik auf die Straße gegangen.(Archivbild)

Tausende sind am Samstag wieder in zahlreichen Städten Deutschlands gegen die Corona-Politik auf die Straße gegangen.(Archivbild)

Berlin. Tausende sind am Samstag wieder in zahlreichen Städten Deutschlands auf die Straße gegangen, um Unmut über die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu äußern. Von Flensburg im Norden bis Freiburg im Süden, von Trier im Westen bis Cottbus im Osten kamen sie zum Protest zusammen, vielerorts stellten sich ihnen auch Menschen entgegen.

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In Reutlingen zählte die Polizei bei einem sogenannten Aufzug circa 7500 Personen und bei einer stationären Versammlung 1000. In Augsburg zählte die Polizei bei mehreren Aufzügen „zu Spitzenzeiten“ etwa 4300 Teilnehmer, in Freiburg und Berlin zum Beispiel jeweils etwa 3000 Teilnehmende, in Osnabrück 1200, in Schwerin mehr als 600, in Erfurt etwa 150, in Salzgitter gab es einen Autokorso mit etwa 20 Fahrzeugen. Laut Polizei blieb es bei den Protesten und Gegendemonstrationen überwiegend friedlich.

Ulm: Polizei ermittelt gegen Mann mit Axt und Gasmaske

In Ulm ermittelt die Polizei nach einer unangemeldeten Versammlung vom Freitagabend gegen einen 32-Jährigen, weil er eine Axt und eine Gasmaske mitgebracht hatte. In Brandenburg an der Havel wurde - wie schon am Mittwoch - eine nicht angemeldete Demonstration aufgelöst. Es habe mehrere Platzverweise gegeben, zwei Teilnehmer seien in Gewahrsam genommen worden, berichtete die Polizei.

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Auch in Cottbus wurden von der Polizei am Abend mehrere Personengruppen festgestellt. Die Menschen seien mehrfach aufgefordert worden, die Versammlungen zu beenden, berichtete ein Polizeisprecher. Nach Angaben eines dpa-Reporters wurde eine Gruppe von Beamten eingekesselt.

Seit Wochen protestieren vor allem Gegner der Corona-Maßnahmen regelmäßig. Dabei sind regelmäßig Zehntausende im ganzen Land unterwegs. Häufig bezeichnen die Organisatoren die Veranstaltungen als „Spaziergänge“ und melden sie nicht bei den Behörden an. Mehrere Städte haben solch unangemeldete Proteste untersagt. Vermehrt bildet sich inzwischen auch Protest gegen diese angeblichen „Spaziergänge“, um für mehr Solidarität zu werben.

Berlin: Demo begann vor Brandenburger Tor

In Berlin zogen die Demonstranten am Samstagnachmittag vom Brandenburger Tor in Richtung Hauptbahnhof. Auf Plakaten wurden Slogans gezeigt wie „Pflege mit Herz, ohne Impfpflicht“ und „Freiheit statt Angst“. Politische Symbole waren laut dem Internet-Aufruf der Organisatoren „unerwünscht“. Die Protestler fordern im Internet „die Anerkennung der natürlichen Immunität“, „ein Ende aller Maßnahmen“ und eine freie Impfentscheidung.

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Düsseldorf: SPD rief zu Gegenprotesten auf

Erneut protestierten auch in Düsseldorf, der Hauptstadt des bevölkerungsreichsten Bundeslandes Nordrhein-Westfalen, Tausende gegen die Corona-Maßnahmen. Sie trafen sich am Rheinufer zu einem Zug durch die Innenstadt. Auf Bannern und Plakaten wandten sie sich gegen einen Impfzwang.

Parteien wie Grüne und SPD Düsseldorf hatten zu Gegenprotest aufgerufen und wollten „Querdenkern“ Rote Karten zeigen. Mehrere Treffpunkte waren dafür entlang des Demonstrationszugs angemeldet worden.

RND/dpa

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