Tragödie in Texas

Bei Hitze in Lkw zurückgelassen: Zahl der Toten auf 51 gestiegen - drei Festnahmen

Polizei und Rettungskräfte an der Einsatzstelle.

San Antonio. Nach dem Fund eines in der Hitze zurückgelassenen Lastwagens mit Migranten im US-Staat Texas ist die Zahl der Toten auf 51 gestiegen. 46 Menschen waren nach Behördenangaben tot vor Ort aufgefunden worden, fünf weitere starben später im Krankenhaus, wie Richter Nelson Wolff vom Gericht im Bezirk Bexar County am Dienstag mitteilte. Der mutmaßliche Fahrer und zwei weitere Verdächtige seien festgenommen worden, teilte der US-Abgeordnete Henry Cuellar mit.

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Ein Mitarbeiter der Stadt habe im Südwesten von San Antonio einen Hilfeschrei aus dem Lastwagen gehört und sei so auf die schreckenerregende Szenerie aufmerksam geworden, sagte Polizeichef William McManus. Beamte seien dann vor dem Anhänger des Lastwagens auf eine Leiche gestoßen, die Anhängertür sei angelehnt gewesen.

Cuellar sagte, der Lastwagen habe in der Nähe der Stadt Laredo einen Grenzposten zwischen Mexiko und den USA passiert, rund 240 Kilometer weiter südlich. Das Fahrzeug habe wohl technische Probleme gehabt und sei am Straßenrand stehen gelassen worden. Wie lange der Lastwagen dort stand, war noch offen.

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„Sie litten an Hitzschlag und Erschöpfung“

Nach Angaben Wolffs waren die meisten der Toten männlich. Insgesamt 16 Menschen wurden in Krankenhäusern aufgenommen, darunter vier Kinder. Feuerwehrchef Charles Hood sagte, die Körper der Insassen seien heiß gewesen, als man sie berührt habe. Im Lastwagen habe es kein Wasser gegeben. „Sie litten an Hitzschlag und Erschöpfung“, sagte Hood. Am Montag kletterten die Temperaturen in San Antonio auf bis zu 37 Grad.

Die Herkunftsländer aller Menschen in dem Lastwagen konnte nicht sofort geklärt werden. 22 seien aus Mexiko, sieben aus Guatemala und zwei aus Honduras, schrieb der Leiter der Nordamerika-Abteilung des mexikanischen Außenministeriums, Roberto Velasco Álvarez auf Twitter.

US-Präsident Joe Biden sagte, die Todesfälle seien schrecklich und herzzerreißend. „Es ist beschämend, schutzbedürftige Menschen aus Profitgründen auszubeuten, ebenso wie politische Selbstdarstellung um die Tragödie“, sagte er. Die Regierung werde weiter alles tun, um Schleuser daran zu hindern, Menschen auszunutzen, die versuchten, in die Vereinigten Staaten zu gelangen.

Es sei die bisher schlimmste Tragödie dieser Art in der US-Geschichte, sagte Craig Larrabee, Chefermittler des Heimatschutzministeriums in dem Fall. 2017 wurde für zehn Migranten ein vor einem Supermarkt geparkter Lastwagen zur Todesfalle. Im Jahr 2003 wurden 19 Migranten tot in einem siedend heißen Laster südöstlich von San Antonio aufgefunden.

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RND/AP

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