Teures Andenken an die "Queue"

Menschen aus der Queen-Schlange verkaufen benutzte Armbänder für Hunderte Pfund bei Ebay

Die Warteschlange, um den Sarg der Queen zu sehen: In Großbritannien nur noch "The Queue" genannt.

Die Warteschlange, um den Sarg der Queen zu sehen: In Großbritannien nur noch "The Queue" genannt.

London. Die Warteschlange zum aufgebahrten Sarg von Queen Elizabeth II. - in London nur „The Queue“ genannt - treibt weiter bizarre Blüten. Auf Ebay werden benutzte Armbänder angeboten, die Wartende in den vergangenen Tagen in der kilometerlangen Schlange getragen haben, wie der Sender Sky News am Samstag berichtete. Solche Bänder legen den jeweiligen Platz fest und ermöglichen den Wartenden das kurze Verlassen der Schlange. Die Gebote für die Armbänder betragen den Angaben zufolge teilweise mehrere Hundert Pfund.

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Die Objekte taugen allerdings maximal als royales Andenken an die historischen Tage. Sich damit die Wartezeit in der Schlange abzukürzen, dürfte nicht funktionieren. Der Regierung zufolge wechseln die nummerierten Bänder jeden Tag die Farbe und sind nicht übertragbar. Noch bis Montagmorgen ist der Sarg der Queen in der Westminster Hall - dem ältesten Teil des britischen Parlaments - für die Öffentlichkeit zugänglich.

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Menschen stehen mehr als 24 Stunden Schlange

Die britische Regierung sprach am Samstagmorgen von Wartezeiten von „mindestens 24 Stunden“. Die Schlange habe ihre Maximalkapazität fast erreicht. „Bitte reisen Sie nicht an, um sich in die Schlange einzureihen“, hieß es im Live-Tracker der Regierung.

Tausende Trauernde: 24 Stunden Wartezeit für Abschied der Queen

Der Andrang zum Abschied am Sarg von Queen Elizabeth II. reißt nicht ab. Tausende Trauernde harrten entlang der Themse in London über mehrere Kilometer aus.

Selbst Experten wie Florian Kaiser, Professor für Persönlichkeits- und Sozialpsychologie der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, finden die Motivation der Schlange stehenden Menschen erstaunlich: „Man kann eigentlich nur erstaunt sein über die Stärke der Motivation, die sich darin zeigt, dass die Leute sogar bereit sind, 30 Stunden auf ein Ereignis zu warten“, sagte er gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Für viele Briten, Britinnen sowie Anteil­nehmende aus der ganzen Welt scheint es demnach eine Selbst­verständlichkeit zu sein, der Königin auf diese Weise die letzte Ehre zu erweisen.“

RND/dpa/sas

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