„Sicherheit geht immer vor“

Kaum Schulausfälle wegen des Unwetters – einige Schulen in NRW beenden Unterricht früher

Sichere Radwege zur Schule sind Ziel von Radschulwegplänen. Im Kreistag in Segeberg fand sich für diese Idee keine Mehrheit.

Die meisten Kinder und Jugendliche sind am Freitag trotz drohender Unwetter in der Schule (Symbolbild).

Die Menschen in vielen Regionen Deutschlands müssen sich am Freitag auf heftige Unwetter einstellen. Dabei kann lokal extrem heftiger Starkregen um die 40 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit fallen und großer Hagel bis fünf Zentimeter herunterkommen. Dazu kommen Sturm- und Orkanböen mit Geschwindigkeiten zwischen 100 und 130 Stundenkilometern, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit.

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Schulausfall in Rheinland-Pfalz: Schulen des Kreises Ahrweiler bleiben geschlossen

Die meisten Schulen in Deutschland trifft das aber bisher nicht. Schwere Gewitter werden laut DWD erst ab den Mittagsstunden erwartet. Nur im vom Hochwasser gebeutelten Kreis Ahrweiler fällt Unterricht an allen Schulen in Trägerschaft des Kreises wegen der Unwetterwarnung am Freitag aus, teilte die örtliche Kreisverwaltung am Donnerstagabend mit. Der Kreis empfahl den Trägern der übrigen Schulen dringend, diese ebenfalls geschlossen zu halten.

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Der Kreis appellierte zudem an alle Eltern von Kita-Kindern, am Freitag vom Besuch der Kindertagesstätte abzusehen und die Kinder zu Hause zu betreuen. „Die Sicherheit geht immer vor, deshalb sollten Eltern sich ständig auch über die aktuellen Straßen- und Witterungsverhältnisse erkundigen und dann abwägend entscheiden“, hieß es in der Mitteilung. Der Kreis forderte die Bevölkerung auf, die weiteren Wettervorhersagen im Radio, TV und Internet sowie über die Warn-Apps Katwarn und Nina mit besonderer Aufmerksamkeit zu verfolgen.

Im Ahrtal wurden Mitte Juli 2021 bei einem Hochwasser nach extremem Starkregen 134 Menschen getötet und Tausende Häuser verwüstet. Bis heute leben viele Menschen in Ausweichquartieren.

Trotz Unwetter: keine landesweiten Schulausfälle am Freitag

Für die Schulen in Nordrhein-Westfalen war – wie auch in den 15 anderen Bundesländern – kein landesweiter Unterrichtsausfall geplant, hatte das Schulministerium bereits am Donnerstagabend mitgeteilt. Es sei nicht vorhersehbar, zu welcher Uhrzeit und in welchen Landesteilen das vorhergesagte Unwetter am Nachmittag auftreten werde. In solchen Fällen entscheide auf der Grundlage des entsprechenden Erlasses jede Bezirksregierung eigenständig unter Berücksichtigung der regionalen Wetterlage über einen möglichen Ausfall des Präsenzunterrichts, hieß es aus dem Schulministerium.

Die für Freitag angesetzten Prüfungen sollen wie geplant stattfinden. Bei Bedarf sollten die Schulgebäude so lange geöffnet bleiben, bis ein sicherer Heimweg für die Schülerinnen und Schüler möglich sei, rät das Ministerium.

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Schulen im Regierungsbezirk Köln schließen früher

Allerdings schließen die Schulen im Regierungsbezirk Köln aufgrund des zu erwartenden Unwetters vorzeitig. Ab 11.30 Uhr ende der Unterricht, sagte ein Sprecher der Bezirksregierung am Freitag. So sei gewährleistet, dass die Schülerinnen und Schüler sicher nach Hause kommen. Die vorzeitige Schulschließung betreffe demnach sowohl die Grundschulen als auch die weiterführenden Schulen. Zu den betroffenen Regionen gehören neben der Stadt Köln auch die Regionen um Heinsberg Aachen, Bonn und Siegburg. Ausgenommen seien schriftliche Nachschreibprüfungen im Abitur sowie Prüfungen in den Berufskollegs.

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Auch im im Regierungsbezirk Arnsberg in NRW dürfen die Schulen selbst entscheiden, ob sie vorzeitig den Unterricht beenden, teilte die Bezirksregierung mit.

Da die Schulen Ländersache sind, unterscheiden sich die Herangehensweisen bei wetterbedingten Schulausfällen von Bundesland zu Bundesland. Oftmals wird die Entscheidung zunächst den Landkreisen überlassen. Landesweite Ausfälle sind eher selten und kommen nur bei extremen Wetterlagen vor.

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RND/nis mit dpa

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