Verhandlungen um Nuklearprogramm

Atomanlage im Iran: Teheran stellt zwei Überwachungskameras ab

Zentrifugen in der Atomanlage Natanz, einer iranischen kerntechnische Anlage zur Anreicherung von Uran. (Archiv)

Zentrifugen in der Atomanlage Natanz, einer iranischen kerntechnische Anlage zur Anreicherung von Uran. (Archiv)

Teheran. Der Iran hat nach Angaben des Staatsfernsehens zwei Überwachungskameras der Vereinten Nationen in einer Atomanlage ausgeschaltet. Welche Anlage die Geräte der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA überwachten, wurde aus der am Mittwoch gesendeten Meldung nicht deutlich. Die IAEA in Wien reagierte zunächst nicht. Der Iran hält seit 2021 Aufnahmen von Überwachungskameras der Behörde zurück, um Druck auf die Verhandlungen über den Atomvertrag von 2015 auszuüben.

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USA traten unter Trump aus Atomabkommen mit Iran aus

Das Land hatte im Jahr 2015 mit den fünf UN-Vetomächten und Deutschland vereinbart, sein Nuklearprogramm so umzugestalten, dass es keine Atombomben bauen kann. Im Gegenzug wurden Wirtschaftssanktionen gelockert. Nachdem sich die USA unter dem damaligen Präsidenten Donald Trump von dem Vertrag zurückgezogen hatten, begann Teheran, Uran über das erlaubte Maß hinaus anzureichern und steht technisch kurz davor, atomwaffenfähiges Material herzustellen. Unter Trumps Nachfolger Joe Biden wird derzeit darüber verhandelt, die USA zurück in das Atomabkommen zu lotsen und den Iran dazu zu bringen, den Vertrag wieder vollständig einzuhalten. Die Verhandlungen darüber treten auf der Stelle.

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RND/AP

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