EU-Sanktionen betreffen nicht Gastransit

Bundesregierung weist ukrainische Kritik an Kanadas Sanktionspolitik zurück

11.07.22, Lubmin: Luftaufnahme der deutschen Anlandestation der Nord-Stream-1-Pipeline aus Russland. Wegen Wartungsarbeiten hat Russland die Gaslieferungen über die Gasleitung vorübergehend eingestellt.

11.07.22, Lubmin: Luftaufnahme der deutschen Anlandestation der Nord-Stream-1-Pipeline aus Russland. Wegen Wartungsarbeiten hat Russland die Gaslieferungen über die Gasleitung vorübergehend eingestellt.

Berlin. Angesichts des Protestes der Ukraine gegen die geplante Lieferung der gewarteten russischen Nord-Stream-1-Turbine von Kanada hat die Bundesregierung darauf verwiesen, dies falle nicht unter EU-Sanktionen. Eine Regierungssprecherin sagte am Montag in Berlin, man habe die Kritik der Ukraine zur Kenntnis genommen. Die EU-Sanktionen beträfen nicht den Gastransit. Dies sei auch aus gutem Grund so. Bei den Sanktionen gegen Russland sei ein entscheidendes Kriterium, dass diese der EU und Deutschland nicht mehr schaden als Russland.

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In einer am Sonntag veröffentlichten Erklärung von Außen- und Energieministerium in Kiew hieß es, man sei „zutiefst enttäuscht“ über die Entscheidung der kanadischen Regierung, im Fall der Turbine eine Ausnahme von den gegen Russland verhängten Sanktionen zu machen. „Wir fordern die kanadische Regierung auf, diese Entscheidung zu überdenken und die Integrität des Sanktionssystems sicherzustellen.“

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Der russische Energiekonzern Gazprom hatte Mitte Juni seine Gaslieferungen nach Deutschland durch die Ostseepipeline Nord Stream 1 reduziert. Begründet wurde das in Moskau mit der fehlenden Turbine, die nach Wartungsarbeiten sanktionsbedingt nicht aus Kanada zurückgeliefert werden kann. Nun will Kanada die Turbine erst nach Deutschland schicken lassen, statt direkt nach Russland. Siemens Energy will die Turbine „so schnell wie möglich zu ihrem Einsatzort“ bringen, hieß es.

RND/dpa

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