Von fünf auf 2,5 Sterne

Streit um Google-Bewertungen: Georgische Bar verlangt „Visa“ für russische Gäste

Eine Bar in Tiflis verlangt von russischen Gästen „Visa" – in den Google-Bewertungen hat sich daraufhin ein Kleinkrieg entsponnen (Archivbild).

Eine Bar in Tiflis verlangt von russischen Gästen „Visa" – in den Google-Bewertungen hat sich daraufhin ein Kleinkrieg entsponnen (Archivbild).

Georgische Bar. Im Internet hat sich ein verrückter Kleinkrieg um eine georgische Bar entsponnen. Die Google-Bewertungen der Bar Dedaena in Tiflis fielen von fünf auf 2,5 Sterne, nachdem die Besitzenden sogenannte „Einreisevisa“ für russische Gäste eingeführt hatten – offenbar waren die Rezensionen das Ziel von verärgerten Internetusern und -userinnen geworden.

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Wie die ukrainische Nachrichtenagentur Unian berichtet, versuchten Internetuser und -userinnen aus der Ukraine daraufhin, die Bewertungen mit positiven Beiträgen wieder zu verbessern. Dem Bericht zufolge hatten die Inhabenden der Bar zuvor bekannt gemacht, dass nicht alle Bürger und Bürgerinnen Russlands in der Bar willkommen seien. Russische Gäste mussten demnach einen Fragebogen ausfüllen, auf dem sie sich mit Aussagen wie „Ich verurteile die russischen Aggressionen in der Ukraine“ und „Ich habe nicht für Putin gestimmt, er ist ein Diktator“ einverstanden erklären.

„Visa“ aufgrund der politischen Situation

Zudem werden die Barbesucher und -besucherinnen in einem Verhaltenskodex gebeten, mit dem Personal auf Georgisch oder Englisch zu sprechen und keine Zahlungen in Rubel anzubieten. Die sogenannten „Visa“ seien aufgrund der politischen Situation eingeführt worden, hieß es mit Blick auf den russischen Angriffskrieg in der Ukraine. Zudem hätten sich einige Russen und Russinnen schlecht in der Bar benommen.

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Die Unterstützung aus der Ukraine scheint sich für die Dedaena Bar zu lohnen. Aktuell werden auf Google 4,7 Sterne aufgeführt (Stand: 5. August, 14 Uhr), die meisten negativen Bewertungen wurden offenbar gelöscht. Allerdings ist die Bar aktuell als dauerhaft geschlossen markiert.

Das Verhältnis zwischen Georgien und Russland ist seit dem Kaukasuskrieg 2008 angespannt. Nach dem Krieg erkannte Moskau die abtrünnigen georgischen Gebiete Südossetien und Abchasien als unabhängige Staaten an und stationierte Tausende Soldaten und Soldatinnen in der Region.

RND/ag

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