Im Kampf um Einfluss in Südostasien

China: Staaten sollten sich nicht als „Schachfiguren“ missbrauchen lassen

Der chinesische Außenminister beim G20-Gipfel der Außenministerinnen und Außenminister in Indonesien und mit seiner indonesischen Amtskollegin Retno Marsudi.

Der chinesische Außenminister beim G20-Gipfel der Außenministerinnen und Außenminister in Indonesien und mit seiner indonesischen Amtskollegin Retno Marsudi.

Jakarta. Der chinesische Außenminister Wang Yi hat die südostasiatischen Staaten dazu aufgefordert, in der Rivalität der Großmächte keine Partei zu ergreifen und sich nicht als „Schachfiguren“ auf der Weltbühne missbrauchen zu lassen.

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Die Länder in der Region sollten unabhängig bleiben und die Souveränität des jeweils anderen respektieren, sagte der Politiker am Montag bei einer Rede im Sekretariat der Vereinigung südostasiatischer Länder (Asean) in der indonesischen Hauptstadt Jakarta. „Wir müssen diese Region vor geopolitischen Kalkulationen schützen“, betonte Wang Yi.

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Die USA verfolgen derzeit eine zunehmend China-kritische Politik. Geopolitisch hat sich zuletzt auch angesichts des Kriegs in der Ukraine der Kampf um Einfluss in verschiedenen Weltregionen verschärft. China geht hier seit einigen Jahren mit neuen Handelsbeziehungen („Neue Seidenstraße“) voran, inzwischen haben die G7-Staaten ebenfalls eine Infrastruktur-Initiative gestartet.

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Die USA engagieren sich in Südostasien mit dem „quadrilateralen Sicherheitsdialog“ (kurz „Quad“), in dem sie mit Japan, Australien und Indien zusammenarbeiten. Zudem schlossen die USA vor wenigen Monaten die Aukus-Allianz im Indopazifik. In diesem Rahmen wollen die USA und Großbritannien ihrem Partner Australien beim Bau von Atom-U-Booten helfen.

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Es müsse verhindert werden, dass südostasiatische Nationen durch „Hegemonie und Mobbing“ in die Rivalität der Großmächte genötigt würden, sagte Wang Yi nun. Die Region solle Versuche zurückweisen, sie in „konfrontative und exklusive Gruppen“ zu unterteilen.

„Wir sollten eine echte regionale Zusammenarbeit aufrechterhalten, die Länder innerhalb der Region vereint, und für Länder außerhalb offen bleiben“, erklärte Wang Yi. Der Minister aus Peking ist derzeit auf einer Tour durch Südostasien, um unter anderem für die „Neue Seidenstraße“ zu werben.

RND/dpa

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