Atomprogramm im Iran: Atomenergiebehörde kritisiert fehlende Kommunikation mit der neuen Regierung in Teheran

Das Bushehr-Atomkraftwerk im Iran ist Teil des umstrittenen iranischen Atomprogramms.

Das Bushehr-Atomkraftwerk im Iran ist Teil des umstrittenen iranischen Atomprogramms.

Wien. Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde hat die mangelnde Gesprächsbereitschaft des Iran über offene Streitfragen kritisiert. Er habe keinen Kontakt mit der neuen Regierung in Teheran gehabt, seitdem Präsident Ebrahim Raisi Anfang August sein Amt angetreten habe, sagte IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi am Freitag in Wien. „Das ist erstaunlich“, sagte Grossi am Rande einer Konferenz zu nuklearer Sicherheit. „Es hätte schon viel eher Kontakte geben sollen.“ Lediglich mit dem Leiter des iranischen Atomprogramms habe er gesprochen.

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Der Iran hat in den vergangenen Monaten die Überwachung seiner Atomanlagen durch die IAEA teilweise eingeschränkt. Grossi versucht deshalb schon seit September, Gespräche mit Spitzenpolitikern in Teheran zu führen.

Gespräche sollen im November fortgesetzt werden

Die Zusammenarbeit mit der IAEA ist für Teheran ein Druckmittel in den Verhandlungen über die Rettung des Atomabkommens von 2015. Nach mehrmonatiger Verhandlungspause sollen die Gespräche Ende November in Wien fortgesetzt werden. Der Pakt, der den Bau von Atomwaffen in der Islamischen Republik verhindern soll, ist in Gefahr, seitdem die USA 2018 ausgestiegen sind. Als Reaktion auf neue US-Sanktionen hat Teheran schrittweise Vereinbarungen des Abkommens gebrochen und sein Atomprogramm ausgebaut.

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RND/dpa

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