Bis zu 28 Tote unter Bootsmigranten vor Kanaren befürchtet

Symbolbild: Bei ihrer Flucht von der nordafrikanischen Küste zu den Kanarischen Inseln sollen erneut Migranten umgekommen sein.

Symbolbild: Bei ihrer Flucht von der nordafrikanischen Küste zu den Kanarischen Inseln sollen erneut Migranten umgekommen sein.

Madrid. Auf der Überfahrt von der nordafrikanischen Küste zu den Kanarischen Inseln sollen erneut viele Migranten umgekommen sein. Einsatzkräfte hätten in der Nacht zum Dienstag in Gewässern südlich von Fuerteventura 32 Überlebende und eine Leiche aus einem Gummiboot gezogen, teilte die Delegation der spanischen Regierung auf der Inselgruppe mit. Überlebende hätten berichtet, dass rund 60 Menschen das Boot bestiegen hätten, das vor vier Tagen von einem Strand nahe der südmarokkanischen Stadt Tan-Tan abgelegt habe.

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Die Hilfsgruppe Walking Borders erklärte, ihre Nachforschungen deuteten darauf hin, dass das Boot beim Start in Marokko 42 Insassen gehabt habe. Damit wären bis zu zehn Menschen verschwunden. Laut Walking Borders sind allein im laufenden Jahr mehr als 2000 Menschen auf der Überfahrt zu den Kanaren umgekommen. Die Atlantikroute gilt als eine der gefährlichsten Wege nach Europa.

Die Internationale Organisation für Migration hat in diesem Jahr den Tod von 529 Migranten bestätigt, die die spanische Inselgruppe zu erreichen versuchten. Dies spiegele jedoch nicht die tatsächliche Opferzahl wider, da Menschen auf hoher See verschwänden, ohne jemals vermisst gemeldet zu werden. In vielen Fällen würden ihre Leichen nie gefunden. Überlebende berichteten auch, dass Leichen von Insassen über Bord geworden würden, ehe Rettungskräfte einträfen.

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Erst am Montag hatte Walking Borders gemeldet, dass mindestens 29 Menschen aus dem afrikanischen Kontinent, darunter sieben Kinder, bei der Überfahrt in Richtung Kanaren umgekommen seien. 25 Erwachsene und eine Minderjährige hätten überlebt.

RND/AP

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