Cum-ex-Skandal: Hamburger Bürgerschaft kritisiert Olaf Scholz scharf

Olaf Scholz (SPD), SPD-Kanzlerkandidat und Bundesminister der Finanzen, verlässt nach der ersten Fraktionssitzung der SPD im neu gewählten Bundestag das Gebäude in Begleitung von seinen Bodyguards. (Archivbild)

Olaf Scholz (SPD), SPD-Kanzlerkandidat und Bundesminister der Finanzen, verlässt nach der ersten Fraktionssitzung der SPD im neu gewählten Bundestag das Gebäude in Begleitung von seinen Bodyguards. (Archivbild)

Hamburg. CDU und AfD haben eine Debatte in der Hamburgischen Bürgerschaft zum Ausgang der Bundestagswahl für harsche Kritik an SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz im Zusammenhang mit dem Cum-ex-Skandal genutzt.

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Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Köln gegen den früheren Hamburger Bundestagsabgeordneten Johannes Kahrs und den ehemaligen Innensenator Alfons Pawelczyk belegten, dass der Versuch der SPD, eine Einflussnahme auf die Besteuerungen der in den Cum-ex-Skandal verwickelten Warburg Bank zurückzuweisen, „endgültig gescheitert ist“, sagte die stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Anke Frieling am Mittwoch.

Untersuchungsausschuss soll Vorwurf der Einflussnahme klären

Deutschland brauche keinen Bundeskanzler, „der ständig vom Bundeskanzleramt in den Parlamentarischen Untersuchungsausschuss muss“, sagte AfD-Fraktionschef Dirk Nockemann. Wenn sich Scholz zum Kanzler wählen lasse, sei ein hoher Grad „an moralischer Verwerflichkeit“ erreicht. „Olaf Scholz hat keine moralische Legitimität, Kanzler zu werden.“

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In Hamburg will derzeit ein Parlamentarischer Untersuchungsausschuss den Vorwurf einer Einflussnahme führender SPD-Politiker auf die steuerliche Behandlung der Warburg Bank klären. Hintergrund sind Treffen des damaligen Bürgermeisters Scholz 2016 und 2017 mit den Miteigentümern der Bank, Max Warburg und Christian Olearius.

Scholz bestreitet Vorwürfe

Nach den ersten Treffen hatte das Finanzamt für Großunternehmen 2016 mit Ablauf der Verjährungsfrist zunächst auf Steuernachforderungen in Höhe von 47 Millionen Euro verzichtet. Weitere 43 Millionen Euro wurden 2017 erst nach Intervention des Bundesfinanzministeriums eingefordert.

Scholz hat in dem Ausschuss jede Einflussnahme bestritten. Am Dienstag hatte die Staatsanwaltschaft Köln die Wohnung von Kahrs und Räumlichkeiten der Finanzbehörde durchsuchen lassen.

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Gegen Kahrs, Pawelczyk und eine leitende Beamtin der Finanzbehörde gebe es einen Anfangsverdacht auf Begünstigung im Zusammenhang mit strafbaren Cum-ex-Aktiengeschäften, hieß es. Bei den inzwischen als Straftat gewerteten Steuer-Deals hatte der Staat mehrfach Steuern erstattet.

RND/dpa

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