Gregor Gysi empört über Emotionslosigkeit von Parteikollegen

Gregor Gysi, außenpolitischer Sprecher (die Linke), ist empört über die Emotionslosigkeit von Parteikollegen beim Ukraine-Konflikt.

Gregor Gysi, außenpolitischer Sprecher (die Linke), ist empört über die Emotionslosigkeit von Parteikollegen beim Ukraine-Konflikt.

Im Rahmen eines Briefes an Parteikollegen zeigt sich der außenpolitische Sprecher der Linken, Gregor Gysi, entsetzt über das Verhalten mehrere Kollegen seiner Bundestagsfraktion. Grund für den Brief ist, laut „Welt“ eine Erklärung der Briefadressaten, darunter auch Fraktionsvorsitzende Sahra Wagenknecht, in der sie die westliche Politik der vergangenen Jahre für die Situation in der Ukraine mitverantwortlich machen. Die Osterweiterung der Nato sei ursächlich für das schlechte Verhältnis zu Russland, hieß es in der Erklärung der sieben Politiker.

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Das und einige weitere Punkte weist Gysi deutlich zurück. Die Nato habe aktuell „keinen einzigen Fehler begangen, der den Krieg Russlands rechtfertigte“, schreibt Gysi in dem Brief an die Fraktionsmitglieder, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, und über den zuvor auch andere Medien berichtet hatten.

Gysi zeigt sich entsetzt, über „die völlige Emotionslosigkeit hinsichtlich des Angriffskrieges, der Toten, der Verletzten und dem Leid“. Der ehemalige Fraktionsvorsitzende kritisiere die Nato ebenfalls, jedoch habe das Verteidigungsbündnis in diesem Fall keinen einzigen Fehler begangen, der einen Angriffskrieg rechtfertigen würde.

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„Nun werde ich über meine Rolle neu nachdenken müssen.“

„Ihr seid nur daran interessiert, eure alte Ideologie in jeder Hinsicht zu retten. Die Nato ist böse, die USA sind böse, die Bundesregierung ist böse und damit Schluss für euch“, schreibt Gysi weiter. Der Brief wurde an die gesamte Fraktion verschickt.

Auch in seiner Rolle als außenpolitischer Sprecher sieht er sich angegriffen: Er sei vorab „weder gefragt noch einbezogen“ worden, „was wohl ebenso eure Absicht war“, schreibt der ehemalige Fraktionschef. „Nun werde ich über meine Rolle neu nachdenken müssen.“

Wagenknecht wies die Vorwürfe auf ihrer Homepage aufs Schärfste zurück. „Ich bin entsetzt über den Brief von Gregor Gysi, der den Eindruck erweckt, es gäbe in der linken Bundestagsfraktion Mitglieder, mich eingeschlossen, die Putins völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine nicht unmissverständlich verurteilt hätten“, schrieb sie auf ihrer Homepage. Gysis Ausführungen grenzten an „Rufmord“.

RND/ab

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