Kapitol-Erstürmung: Mike Pence distanziert sich von Trump

In einer Rede hat sich der ehemalige US-Vizepräsident Mike Pence von Donald Trump distanziert und erklärt, er werde mit Trump wohl nie einer Meinung sein, was die Erstürmung des Kapitols angeht.

In einer Rede hat sich der ehemalige US-Vizepräsident Mike Pence von Donald Trump distanziert und erklärt, er werde mit Trump wohl nie einer Meinung sein, was die Erstürmung des Kapitols angeht.

Manchester. Der ehemalige US-Vizepräsident Mike Pence hat sich in einer Rede zur Erstürmung des Kapitols geäußert und sich dabei von Ex-Präsident Donald Trump distanziert. „Wissen Sie, Präsident Trump und ich haben sehr oft gesprochen, seit wir aus dem Amt geschieden sind. Ich ich weiß nicht, ob wir jemals einer Meinung sein werden, was diesen Tag angeht“, sagte Pence am Donnerstag (Ortszeit) bei einer Republikaner-Veranstaltung in New Hampshire.

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Gewaltbereite Anhänger Trumps hatten am 6. Januar den Sitz des US-Kongresses gestürmt, um die Bestätigung des Wahlsieges des Demokraten Joe Biden durch die Abgeordneten zu verhindern. Pence, der der Sitzung vorsaß, hatte erklärt, er habe gar nicht die Befugnis, die völlig normale demokratische Bestätigung aufzuhalten.

Die aufgebrachte Menge im Kapitol skandierte daraufhin unter anderem „Hängt Mike Pence“ und errichtete einen Galgen. Pence musste wie viele andere ranghohe Politiker unter Polizeischutz in Sicherheit gebracht werden.

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Pence äußerte sich bei dem Abendessen mit Republikanern so ausführlich wie bisher noch nie zu den Ereignissen des 6. Januar. Auch einige andere Republikaner hatten Trump nach diesem Tag kritisiert, sich dann aber rasch wieder um ihn gruppiert. Die Demokraten werfen ihnen vor, eines der größten Verbrechen gegen die US-Demokratie unter den Teppich kehren zu wollen.

Demokraten wollen von Bidens „radikaler“ linker Agenda ablenken

Pence wiederum sagte in seiner 35-minütigen Rede in der Stadt Manchester, die Demokraten wollten die Unruhen in den Nachrichten halten, um von Bidens „radikaler“ linker Agenda abzulenken. „Ich werde nicht zulassen, dass die Demokraten oder ihre Verbündeten in den Medien einen tragischen Tag ausnutzen, um die Bestrebungen von Millionen Amerikanern zu diskreditieren“, sagte er.

Pence erwägt eine eigene Präsidentschaftskandidatur im Jahr 2024. Auch Trump werden Ambitionen nachgesagt, wieder zu kandidieren. Die Republikanische Partei steht trotz aller Kontroversen klar hinter dem Präsidenten.

Abgesehen von der Aussage über den 6. Januar sparte Pence denn auch nicht mit Lob für seinen ehemaligen Chef.

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RND/AP

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