Klöckner fährt klima­schädlichsten Dienst­wagen der Bundes­regierung

12.04.2021, Berlin: Julia Klöckner (CDU), Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, kommt mit FFP2-Maske zur CDU-Präsidiumssitzung vor der Parteizentrale an. Foto: Michael Kappeler/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

12.04.2021, Berlin: Julia Klöckner (CDU), Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, kommt mit FFP2-Maske zur CDU-Präsidiumssitzung vor der Parteizentrale an. Foto: Michael Kappeler/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Berlin. Unter allen Mitgliedern der Bundes­regierung lässt sich Land­wirtschafts­ministerin Julia Klöckner (CDU) im klima­schädlichsten Dienst­wagen herum­fahren. Das berichtet der „Tagesspiegel“ unter Berufung auf eine Antwort des Bundes­umwelt­ministeriums auf eine Kleine Anfrage der FDP.

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Demnach stößt der verlängerte Audi A8 Diesel, in dem ihre Fahrer sie haupt­sächlich chauffieren, 191 Gramm CO₂ pro Kilo­meter aus. Ihr zweiter Dienst­wagen – ein verlängerter BMW xDrive iPerformance – stoße zudem 59 Gramm CO₂ pro Kilometer aus, heißt es weiter.

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Damit liege sie deutlich vor Kanzler­amts­minister Helge Braun (CDU), dessen zwei Dienst­wagen auf 107,5 Gramm CO₂ pro Kilometer kommen. Bei Umwelt­ministerin Svenja Schulze (SPD) etwa sind es laut Bericht nur 52 Gramm. Sie verfüge zudem als einzige Ministerin neben einem 745er-BMW auch über ein Elektro­auto (Mercedes EQC 400).

Die Bundes­regierung hat für 2030 das Ziel ausgegeben, möglichst viele klima­freundliche Autos auf die Straßen zu bringen. Und für den eigenen Fuhr­park sollten es dem Bericht zufolge im zivilen Bereich mindestens 20 Prozent Elektro­autos sein. Von diesem Ziel sei man jedoch weit entfernt. In der Flotte von rund 32.500 Fahrzeugen gebe es demnach gerade einmal 405 Elektroautos, was einer Quote von 1,24 Prozent entspreche.

Kritik kommt aus der FDP. Sandra Weeser, Obfrau der FDP-Bundes­tags­fraktion im Wirtschafts­ausschuss, bescheinigt der Bundes­regierung, sie mache sich unglaub­würdig. „Wenn eine Bundes­regierung wie beim Thema Klima­schutz viel von den Menschen einfordert, dann müssen Regierungs­mitglieder und Ministerien die Ersten sein, die hier voran­gehen“, sagte sie dem „Tages­spiegel“.

RND/cz

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