Letzter Nato-Einsatz für Fregatte „Lübeck“ führt ins Mittelmeer

Die Fregatte „Lübeck" wird von Schleppern aus dem Hafen gezogen. Die Fregatte läuft von ihrem Heimathafen Wilhelmshaven aus zu einem Nato-Einsatz ins Mittelmeer aus.

Die Fregatte „Lübeck" wird von Schleppern aus dem Hafen gezogen. Die Fregatte läuft von ihrem Heimathafen Wilhelmshaven aus zu einem Nato-Einsatz ins Mittelmeer aus.

Wilhelmshaven. Die deutsche Fregatte „Lübeck“ ist von ihrem Heimathafen Wilhelmshaven aus zu einem Nato-Einsatz im Mittelmeer ausgelaufen. Das Kriegsschiff wird in der Ägäis den Seeraum zwischen Griechenland und der Türkei gegen Schleuserkriminalität überwachen, wie die Marine mitteilte.

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Dazu werden die knapp 180 Soldatinnen und Soldaten mit der türkischen und der griechischen Küstenwache sowie mit der europäischen Agentur für Küstenwache und Grenzschutz (Frontex) zusammenarbeiten. Nach insgesamt 32 Dienstjahren ist die Nato-Mission für die „Lübeck“ nun der letzte Einsatz. Nach ihrer Rückkehr im Juni soll die Fregatte ausgemustert werden.

Die Verabschiedung fand wegen der Corona-Pandemie in einem kleineren Rahmen statt, sagte eine Marinesprecherin. Einige Familienangehörige waren am Montagvormittag an den Kai des Marinestützpunktes gekommen, um der Besatzung zum Abschied zuzuwinken. Zudem spielte ein Musikkorps. Bei dem fünfmonatigen Einsatz ist für die Besatzung wegen der Corona-Lage kein Landaufenthalt vorgesehen.

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Bei Besatzung ist Wehmut dabei

„Es hängt das Herz an diesem Schiff und es ist sehr schade zu gehen“, sagte Fregattenkapitän Kai Röckel kurz vor dem letzten Auslaufen. Viele Besatzungsmitglieder seien seit Jahren eng mit dem Schiff verbunden. Daher sei Wehmut dabei, mit der „Lucky Lübeck“, wie die Besatzung die Fregatte nennt, ein letztes Mal auszulaufen. Die rund 130 Meter lange „Lübeck“ ist das letzte Kriegsschiff der sogenannten Bremen-Klasse F122.

Das westliche Verteidigungsbündnis Nato unterhält ständig eine Einsatzgruppe aus vier bis sieben Schiffen in der Ägäis. Dabei haben die Kriegsschiffe nach Marineangaben keine hoheitlichen Befugnisse, sie dürfen keine verdächtigen Schiffe anhalten oder gegen Schleuser vorgehen. Aber die Nato-Schiffe überwachen den Seeraum und tragen zum verbesserten Informationsaustausch zwischen den Küstenwachen der Anrainerstaaten bei.

RND/dpa

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