Verurteilung von Sergej Tichanowski: Baerbock bezeichnet Vorgang als „skandalös“

Sergej Tichanowski, Ehemann der belarussischen Oppositionsführerin Tichanowskaja, wurde von einem belarussischen Gericht verurteilt.

Sergej Tichanowski, Ehemann der belarussischen Oppositionsführerin Tichanowskaja, wurde von einem belarussischen Gericht verurteilt.

Stockholm. Bundesaußenministerin Annalena Baerbock hat die Verurteilung des Mannes der Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja in Belarus aufs Schärfste kritisiert. Sie habe die „skandalösen Urteile“ gegen Sergej Tichanowski und andere zur Kenntnis genommen, sagte die Grünen-Politikern am Dienstag auf einer Pressekonferenz im Rahmen einer Konferenz zur nuklearen Abrüstung in Stockholm. Tichanowski und die weiteren verurteilen Männer gehörten zu mehr als 900 politischen Gefangenen in Belarus.

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Der 43 Jahre alte Blogger Tichanowski wurde am Dienstag zu 18 Jahren Lagerhaft unter besonders harten Bedingungen verurteilt. Tichanowskaja hatte das Urteil gegen ihren Mann bereits zuvor als „rechtswidrig“ bezeichnet.

Schwedens Außenministerin: Verurteilung inakzeptabel

„Ich möchte unsere Forderung nach der sofortigen und bedingungslosen Freilassung aller politischen Gefangenen wiederholen“, sagte Baerbock. Deutschlands Unterstützung für die belarussische Bevölkerung sei unerschütterlich. Schwedens Außenministerin Ann Linde bezeichnete die Verurteilungen an Baerbocks Seite als absolut inakzeptabel.

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Tichanowski wollte ursprünglich bei der Präsidentenwahl im vergangenen Jahr gegen Machthaber Alexander Lukaschenko kandidieren, wurde aber noch Monate vor der Abstimmung festgenommen. An seiner Stelle trat seine Frau Swetlana an, die viele Belarussen als wahre Siegerin der Wahl betrachten.

RND/dpa

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