Pjöngjang und Moskau rücken zusammen

„Sicherheit und Stabilität stärken“: Russland und Nordkorea wollen Beziehungen ausbauen

Kim Jong Un, Machthaber von Nordkorea, und Wladimir Putin, Präsident von Russland, geben einander die Hand bei ihrem ersten gemeinsamen Gipfel in der Far Eastern State University in Vladivostok 2019. (Archivbild)

Kim Jong Un, Machthaber von Nordkorea, und Wladimir Putin, Präsident von Russland, geben einander die Hand bei ihrem ersten gemeinsamen Gipfel in der Far Eastern State University in Vladivostok 2019. (Archivbild)

Seoul. Der russische Präsident Wladimir Putin und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un wollen die Beziehungen zwischen ihren Ländern ausbauen.

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Putin habe in einer Grußbotschaft an Kim zum Tag der Befreiung Koreas von der japanischen Kolonialherrschaft (1910 bis 1945) geschrieben, dass beide Seiten eine Tradition der bilateralen Freundschaft und Zusammenarbeit verbinde, berichteten nordkoreanische Staatsmedien am Montag. Es sei im Interesse der Menschen beider Länder die Beziehungen auszubauen, wurde Putin zitiert. Dies würde auch dazu beitragen, „die Sicherheit und Stabilität auf der koreanischen Halbinsel und in der ganzen nordostasiatischen Region zu stärken“.

Kim Jong Un verkündet „Sieg“ über Corona-Pandemie

In dem diktatorisch geführten, abgeschotteten Land wird die Viruserkrankung stets als „Fieber“ bezeichnet. Auch Machthaber Kim Jong Un war offenbar erkrankt.

Nach der russischen Invasion in die Ukraine hatte das weithin abgeschottete Nordkorea seine politische Unterstützung für Putins Kurs zugesichert. So erkannte etwa die Führung in Pjöngjang im Juli nach Russland und Syrien ebenfalls die von Kiew abtrünnigen Gebiete Donezk und Luhansk als unabhängige Staaten an. Die Ukraine hatte daraufhin die diplomatischen Beziehungen zu Nordkorea abgebrochen.

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Den Berichten aus Nordkorea zufolge übermittelte Kim ebenfalls eine Grußbotschaft an Putin. In dem Schreiben habe Kim seinerseits die Überzeugung geäußert, dass die freundschaftlichen Beziehungen „in allen Bereichen stärker werden“. Die Basis dafür seien Vereinbarungen, die beide Länder bei ihrem Gipfeltreffen im April 2019 in der russischen Stadt Wladiwostok getroffen hätten.

Südkoreanischer Präsident bietet Nordkorea wirtschaftliche Hilfe an

Der südkoreanische Präsident Yoon Suk Yeol hat Nordkorea große wirtschaftliche Vorteile zugesichert, sollte es auf sein Atomwaffenprogramm verzichten. Die nukleare Abrüstung Nordkoreas sei für den Frieden wichtig, sagte Yoon am Montag in einer Rede zur Feier des Endes der japanischen Kolonialherrschaft auf der koreanischen Halbinsel. Südkorea würde den Nordkoreanern eine wirtschaftliche Belohnung in Phasen zuteil werden lassen, wenn sie sich auf den Abrüstungsprozess einließen, sagte Yoon.

Südkorea würde zur Lebensmittelversorgung, zum Bau von Infrastruktur für die Stromversorgung und zur Modernisierung von Einrichtungen für den Handel in Nordkorea beitragen, sagte Yoon. Zudem würde daran gearbeitet, die örtliche Landwirtschaft zu verbessern. Mit wirtschaftlichen Programmen würden die Lebensverhältnisse in Nordkorea erheblich verbessert, sagte Yoon.

Es ist nicht das erste Angebot dieser Art an Nordkorea. Das Land hat solche Angebote zurückgewiesen.

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RND/dpa/AP

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