Blick auf Twitter

So wurde der Kiew-Besuch in Frankreich und Italien gesehen

Wolodymyr Selenskyj (M), Präsident der Ukraine, spricht am runden Tisch mit Mario Draghi (l), Ministerpräsident von Italien, Bundeskanzler Olaf Scholz (2.v.l., SPD), Emmanuel Macron (2.v.r.), Präsident von Frankreich, und Klaus Iohannis (r), Präsident von Rumänien.

Wolodymyr Selenskyj (M), Präsident der Ukraine, spricht am runden Tisch mit Mario Draghi (l), Ministerpräsident von Italien, Bundeskanzler Olaf Scholz (2.v.l., SPD), Emmanuel Macron (2.v.r.), Präsident von Frankreich, und Klaus Iohannis (r), Präsident von Rumänien.

Berlin. Am Donnerstagmorgen um 7.02 Uhr lüftete die italienische Zeitung „Repubblica“ auf Twitter das Geheimnis, das bereits seit Tagen als Gerücht im politischen Berlin kursierte. Das Foto von Olaf Scholz mit seinen Amtskollegen aus Frankreich und Italien bestätigte, dass sich die drei Staatschefs gemeinsam auf dem Weg mit dem Zug nach Kiew befanden.

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Als der Bann einmal gebrochen war, folgten immer weitere Bilder aus dem Sonderzug aus Kiew und mit ihnen auch die Diskussion um den lang erwarteten Besuch. Nach den weniger seriösen Diskussionen um Jeans und um das kurzärmlige Hemd, das Scholz im Zug trug, wurde spätestens nach der Ankündigung, dass Deutschland und Frankreich einen EU-Kandidatenstatus für die Ukraine unterstützen, vor allem über Politik diskutiert.

Die Netzgemeinde spaltete sich bei dieser Kontroverse in zwei Lager: Während die einen einen eine weitere Verschärfung des Konflikts durch die Entscheidung befürchteten, vermissten andere vor allem weitere Waffenlieferungen für Kiew.

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Frankreich im Wahlkampf

Die Waffenlieferungen an die Ukraine waren spätestens nach den Ankündigungen des Präsidenten Macron das Hauptthema der französischen Netzgemeinde. Allerdings stand die Rezeption des Besuchs ganz im Zeichen des Wahlkampfs für die kommende Parlamentswahl.

„Macron tut niemals etwas, sagt niemals etwas, ohne einen wahltaktischen Hintergedanken zu haben“, kritisierte beispielsweise die Rechtspopulistin Le Pen im französischen Radiosender „franceinter“. Der linke Oppositionskandidat Mélenchon beließ es derweil bei seiner innenpolitischen Agenda und wollte sich auf keine kontroverse Macron-Kritik einlassen.

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Doch die französische Twittergemeinde betonte auch die historische Dimension des gemeinsamen Besuchs. So schrieb der französische Publizist und Philosoph Bernard-Henri Lévy, dass der ukrainische Präsident Selenskyj der „größte europäische Held sei“. Der Besuch sei, wenn auch zu spät, „wahrscheinlich historisch“.

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Italien blickt auf Draghi in der Weltpolitik

In Italien stand eben diese historische Dimension der Reise im Vordergrund der Debatte. Der ehemalige Premierminister Renzi sprach von einem Novum in der Ukraine-Krise und plädierte für eine führende diplomatische Rolle Europas. „Stolz darauf, Italiener zu sein, stolz darauf, Europäer zu sein, fügte er hinzu“

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Hier blickte man durchaus erstaunt auf die neue Rolle des italienischen Premiers Mario Draghi in der europäischen Außenpolitik. Während diese bisher vor allem von der deutsch-französischen Achse dominiert würde, verschaffe der Ex-Währungschef Draghi Italien einen Platz auf der ganz großen Bühne.

Für den Aufreger des Tages sorgte der ehemalige Kreml-Chef Medwedew. Mit vulgärem Spott reagierte er auf die Reise der europäischen Staatschefs. Er betitelte Macron, Scholz und Draghi als „die europäischen Fans von Fröschen, Leberwurst und Spaghetti.“

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