Durch den Bruderkrieg getrennt

Südkorea will mit Nordkorea über Familientreffen reden

Abschied

Im nordkoreanischen Kumgang-Gebirge verabschiedet ein Nordkoreaner seinen südkoreanischen Sohn nach einem Familientreffen. (Archivbild)

Seoul. Die südkoreanische Regierung will mit Nordkorea über neue Begegnungen zwischen Familien reden, die der Bruderkrieg von 1950 bis 1953 auseinandergerissen hat. Vereinigungsminister Kwon Young Se schlug am Donnerstag vor, dass beide Seiten Gespräche über eine grundsätzliche Lösung des Problems getrennter Familien führen sollten. „Wir sollten das Problem lösen, bevor der Ausdruck „getrennte Familien“ ganz verschwindet“, sagte Kwon. Beide Länder sollten „rasche und fundamentale Maßnahmen“ ausarbeiten.

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Familientreffen in Korea: Höchst emotionale Begegnungen

Zuletzt fanden solche Familientreffen vor vier Jahren statt. Die Begegnungen sind oft höchst emotional, weil die Teilnehmer für gewöhnlich sehr alt sind. Für sie ist es in den meisten Fällen die letzte Gelegenheit, vor ihrem Tod noch einmal ihre Verwandten zu sehen. Laut eigenen Angaben versuchte das Vereinigungsministerium am Donnerstag zunächst vergeblich, Botschaften zu seinem Vorschlag über einen Kommunikationskanal an der Grenze zu schicken.

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In dem diktatorisch geführten, abgeschotteten Land wird die Viruserkrankung stets als „Fieber“ bezeichnet. Auch Machthaber Kim Jong Un war offenbar erkrankt.

Einwilligung von Nordkorea als unwahrscheinlich eingestuft

Südkorea hofft zugleich, über humanitäre Fragen wieder einen Dialog mit dem weithin abgeschotteten Nachbarland starten zu können. Die Chancen, dass Pjöngjang auf das Angebot eingeht, schätzten Beobachter jedoch eher gering ein. Die Spannungen haben sich in den vergangenen Monaten nach einer Reihe von Tests mit atomwaffenfähigen Raketen durch Nordkorea wieder erhöht. Im August wies Pjöngjang in einer ersten Reaktion neue Vorschläge der Regierung in Seoul zurück, wirtschaftliche Hilfen im Tausch gegen seine atomare Abrüstung anzunehmen.

RND/dpa

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