Mehrere Abkommen unterzeichnet

Türkei und Venezuela vertiefen Beziehungen: Maduro nennt Erdogan seinen „Bruder“

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan (r.) und sein venezolanischer Amtskollege Nicolás Maduro.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan (r.) und sein venezolanischer Amtskollege Nicolás Maduro.

Ankara/Caracas. Die Türkei und Venezuela haben sich auf einen Ausbau der Beziehungen verständigt. In Ankara unterzeichneten Präsident Recep Tayyip Erdogan und sein venezolanischer Amtskollege Nicolás Maduro am Mittwochabend mehrere Abkommen. Beide Seiten betonten die Bedeutung der bilateralen Beziehungen, Maduro nannte Erdogan in einem Tweet seinen „Bruder“. Der türkische Präsident verurteilte in einem auf Spanisch verfassten Tweet die „einseitigen“ Sanktionen gegen Venezuela. Die USA haben eine ganze Reihe von Sanktionen gegen die autoritäre Maduro-Regierung verhängt.

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Anders als andere lateinamerikanische Staatschefs reiste Maduro nicht zum Amerika-Gipfel nach Los Angeles. Die US-Regierung hatte die Vertreter der autoritär geführten Länder Kuba, Venezuela und Nicaragua nicht zu dem Gipfel eingeladen. Daraufhin erklärten sich mehrere Regierungschefs wie Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador, Boliviens Staatschef Luis Arce und die honduranische Präsidentin Xiomara Castro solidarisch mit den nicht eingeladenen Politikern und sagten ihrerseits ihre Teilnahme ab.

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Venezuela steckt seit Jahren in einer schweren politischen und wirtschaftlichen Krise. In dem einst reichen Land fehlt es an Lebensmitteln, Medikamenten und Treibstoff. Millionen Venezolaner haben ihre Heimat verlassen. Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie erhielt das südamerikanische Land humanitäre Hilfe von der Türkei, China, Russland und internationalen Organisationen wie den UN und dem Roten Kreuz.

RND/dpa

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