Stadt liegt im Dunkeln

Melnyk nach russischen Raketenangriffen: „Wir haben einen kompletten Blackout in Kiew“

Andrij Melnyk, ehemaliger Botschafter der Ukraine in Deutschland.

Andrij Melnyk, ehemaliger Botschafter der Ukraine in Deutschland.

Kiew. Nach den massiven russischen Raketenangriffen auf die Energieinfrastruktur berichtet der frühere Botschafter der Ukraine in Deutschland, Andrij Melnyk, von massiven Stromausfällen in der ukrainischen Hauptstadt. „Wir haben einen kompletten Blackout in Kiew.“ Das Mobilfunknetz sei ausgefallen, es gebe keinen Strom und kein Wasser. Die Situation sei „echt gruselig“, sagte Melnyk dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

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Es sei der schlimmste Raketenangriff auf die Zivilinfrastruktur seit dem 24. Februar. 90 Raketen habe Russland abgefeuert, 70 davon seien von der Ukraine abgeschossen worden, aber 15 hätten ihre Ziele getroffen, „vor allem Energieobjekte“, so Melnyk. In der ukrainischen Hauptstadt herrsche komplette Dunkelheit. „Noch nie war es in Kiew so stockdunkel.“

Offenbar mindestens ein Toter

Bei dem russischen Raketenangriff auf Kiew und Umgebung waren offiziellen Angaben zufolge zwei Wohnhäuser beschädigt worden. Im zentralen Stadtteil Pechersk sei in einem der von einer Rakete getroffenen Häuser die Leiche eines Toten gefunden worden, teilte Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko mit.

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Auch im Umland von Kiew habe es Einschläge gegeben. Über Angriffe wurde auch aus den Gebieten Odessa, Tscherkassy, Kropywnyzkyj, Chmelnyzkyj, Charkiw und Dnipro berichtet. Zwischenzeitlich wurde im gesamten Land Luftalarm ausgerufen. Der Vizechef des Präsidentenbüros, Kyrylo Tymoschenko, bezeichnete die Situation nach Einschlägen in Energieinfrastrukturobjekte als „kritisch“.

RND/cy/seb, mit dpa

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