Für neue Angriffe auf die Ukraine

Russland erhält erste Drohnen aus dem Iran – und hat technische Probleme

Ein Foto der iranischen Armee zeigt den Einsatz einer militärischen Drohne.

Ein Foto der iranischen Armee zeigt den Einsatz einer militärischen Drohne.

Der Iran hat einem US-Medienbericht zufolge erste Drohnen an Russland für den Einsatz in der Ukraine geschickt. Wie die „Washington Post“ am Montag unter Berufung auf Geheimdienstkreise berichtete, wurden bereits am 19. August mindestens zwei verschiedene Typen an unbemannten Flugzeugen geliefert.

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Russland soll allerdings nach US-Informationen große Probleme mit Drohnen aus dem Iran haben, die der Kreml in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine einsetzen will. Es gebe „zahlreiche Pannen“ bei den unbemannten Fluggeräten, teilten Mitglieder des Weißen Hauses unter Berufung auf Erkenntnisse von US-Geheimdiensten am Montag mit.

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Die Russen seien „nicht zufrieden“. Dem Bericht zufolge geht die US-Regierung davon aus, dass der Iran noch Hunderte weitere Drohnen an Moskau liefern wird. Diese könnten für den Beschuss von Radaranlagen, Artillerie und anderen militärischen Objekten eingesetzt werden.

Erst vergangene Woche hatte die Nachrichtenagentur AP gemeldet, dass Russland Hunderte iranische Drohnen erhalten habe, die im Krieg gegen die Ukraine genutzt werden könnten - und dies trotz US-Warnungen an Teheran, die Fluggeräte nicht zu liefern. Die US-Gewährsleute sagten der AP nun, dass eine Übergabe der Drohnen der Modelle Mohadscher-6 und Schahed in diesem Monat über mehrere Tage hinweg erfolgt sei. Russische Maschinen seien auf einem Flugplatz im Iran beladen worden und die Waffengüter dann nach Russland geflogen worden.

Russische Einsatzkräfte ließen sich zudem im Iran weiter im Gebrauch der Systeme schulen, hieß es. Die Drohnen seien unter anderem zu Luftangriffen auf Ziele am Boden und elektronischer Kriegsführung in der Lage.

Im Juli hatte die US-Regierung Satellitenbilder publik gemacht, die nahelegten, dass russische Regierungsvertreter sich am 8. Juni und 5. Juli auf dem Flughafen Kaschan die Drohnen vorführen ließen. Der nationale Sicherheitsberater des Weißen Hauses, Jake Sullivan, sagte zu jener Zeit, dass der Regierung Informationen vorlägen, wonach die iranische Führung sich darauf vorbereite, Russland mit Hunderten unbemannten Fluggeräten zu beliefern.

Experten wollen Atomkraftwerk in Saporischschja diese Woche inspizieren

Experten der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) sollen in dieser Woche das russisch besetzte Kernkraftwerk Saporischschja in der Ukraine inspizieren.

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Am Montag sagte der Sprecher des nationalen Sicherheitsrats, John Kirby, vor Reportern, die US-Regierung sei nicht auf dem neuesten Stand, ob die Drohnen schon geliefert worden seien. Die Beschaffung und Lieferung zeichneten sich aber ab.

Im Juli hatte Irans Außenminister Hussein Amirabdollahian erklärt, Teheran unterhalte „diverse Arten der Kollaboration mit Russland, darunter im Rüstungssektor“. Mit Blick auf die Ukraine ergänzte er zugleich: „Aber wir werden keiner der Seiten helfen, die in diesen Krieg involviert sind, weil wir glauben, dass er (der Krieg) beendet werden muss.“

Welche Rolle Drohnen in Russlands Krieg gegen die Ukraine spielen und wie gut die beiden Länder aufgestellt sind, erläutert der Schweizer Militärexperte Marcel Berni im Gespräch mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

RND/AP/dpa

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