Vor Scholz-Reise nach Katar

„Knicks für nix hilft nicht weiter“: Unionfraktionsvize Spahn fordert Fortschritte bei Gas-Lieferungen

Jens Spahn (CDU, Archivbild)

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Berlin. Unionsfraktionsvize Jens Spahn hat vor einer Reise von Kanzler Olaf Scholz (SPD) nach Katar Fortschritte bei Bemühungen um Gaslieferungen verlangt. Spahn sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Ein weiterer Knicks für nix hilft nicht weiter. Es braucht endlich konkrete Lieferzusagen und Zeitpläne.“

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Spahn sagte, die hohen Energiepreise seien für Unternehmen wie Bürgerinnen und Bürger eine enorme Belastung. „Deshalb ist es richtig, dass sich die Ampel-Regierung um Alternativen zu russischem Gas bemüht. Ob der Bundeskanzler in Katar mehr Erfolg als der Wirtschaftsminister haben kann, muss sich zeigen. Er hat die Erwartungen bereits gedämpft.“

Schwierige Menschenrechtslage

Scholz reist am kommenden Wochenende nach Saudi-Arabien, Katar und in die Vereinigten Arabischen Emirate. Katar ist einer der weltweit größten Exporteure von Flüssiggas. Medienberichten zufolge will Katar längerfristige Abkommen, in Deutschland aber wird Gas als Brückentechnik gesehen.

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Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hatte Ende Juli gesagt, die Firmen, mit denen er im März in Katar war, hätten sich entschieden, woanders Gas zu kaufen. Auf seiner Reise hatte ein Foto Habecks für Wirbel gesorgt, auf dem eine tiefe Verbeugung des Grünen-Politikers vor einem Minister Katars zu sehen war. Die Menschenrechtslage in Katar steht insbesondere seit der Vergabe der Fußball-WM im Fokus der internationalen Aufmerksamkeit.

RND/dpa

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