Unternehmen gibt neue Zahlen bekannt

Weitere Umlagen auf den Gaspreis: Versorger müssen bis zu 0,57 Cent mehr pro Kilowattstunde zahlen

Die Energiekrise hat Deutschlang voll im Griff. Nun soll die Gasumlage angeschlagenen Energiekonzernen helfen, wieder finanziell auf die Beine zu kommen.

Die Energiekrise hat Deutschlang voll im Griff. Nun soll die Gasumlage angeschlagenen Energiekonzernen helfen, wieder finanziell auf die Beine zu kommen.

Ratingen/Berlin. Auf Gaskunden könnten neben der Gasumlage zur Rettung wichtiger Importeure noch weitere Umlagen zukommen. Vom 1. Oktober an müssen Gasversorger auf jede von Haushalten verbrauchte Kilowattstunde Erdgas 0,57 Cent für sogenannte Regelenergie zahlen, wie das Unternehmen Trading Hub Europe (THE) am Donnerstag in Ratingen mitteilte. Bei Firmen beträgt die Umlage 0,39 Cent je Kilowattstunde.

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Ob und in welcher Höhe diese Umlagen von den Gaslieferanten auf die Endverbraucher umgelegt werden, ist offen. Sie kämen dann zu der bereits veröffentlichten Gasumlage von 2,419 Cent je Kilowattstunde hinzu.

Bundeskanzler Olaf Scholz hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass die Mehrwertsteuer auf Gas vorübergehend auf sieben Prozent gesenkt werden soll. „Die steigenden Energiepreise sind eine große Belastung für sehr viele Bürgerinnen und Bürger“, sagte der SPD-Politiker. Den Menschen sollten keine zusätzlichen Kosten aus der obligatorischen Mehrwertsteuererhebung auf die Gasumlage entstehen, dies sei der gemeinsame Konsens der Bundesregierung.

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Bundeskanzler Olaf Scholz nach Gasumlagen-Entscheid: „Lassen niemanden allein“

Die Energiepreise steigen und nun kommt noch die Gasumlage oben drauf. Bürger und Wirtschaft stöhnen bereits.

Gasspeicher sollen am 1. November fast voll sein

Das Unternehmen Trading Hub Europe (THE) spielt unterdessen eine zentrale Rolle im Gasmarkt, indem etwa Abrechnungen der Gasunternehmen untereinander ermöglicht werden. In der Gaskrise fallen THE besondere Aufgaben zu, etwa für das Erreichen vorgeschriebener Gasspeicher-Füllstände. THE hat dafür unter anderem Optionen auf Gasmengen gekauft, die im Winter abgerufen werden können. Auch für den direkten Einkauf von Gas durch THE zur Speicherbefüllung fallen Kosten an. Die Gasspeicher sollen am 1. November zu mindestens 95 Prozent gefüllt sein.

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Alle diese Kosten können über die erstmals erhobene Gasspeicherumlage auf Gasversorger umgelegt werden. Ob sie dann in einem weiteren Schritt auf Endkunden abgewälzt werden, dürfte auch von der Höhe abhängen. Das Wirtschaftsministerium hatte Mitte vergangener Woche auf Anfrage mitgeteilt, dass es nicht mit relevanten Mehrkosten für die Verbraucher rechnet.

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THE setzt Regelenergie, also Gas, immer dann ein, wenn im bundesweit zusammenhängenden Gasnetz das Verhältnis zwischen ein- und ausgespeisten Gasmengen nicht ausgeglichen ist. Die Kosten werden umgelegt. Diese schon seit mehreren Jahren bestehende Umlage beträgt seit dem 1. Oktober 2021 laut THE null Euro.

RND/dpa

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