Kampagne für Menschenrechte und Vielfalt

„Machen den Fußball kaputt“: Baerbock und Faeser kritisieren Verbot der „One Love“-Binde bei WM

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen).

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen).

Paris. Außenministerin Annalena Baerbock hat das Verbot der „One Love“-Kapitänsbinde bei der Fußball-WM in Katar durch den Weltverband Fifa scharf kritisiert.

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„Jedes Kind lernt in der F-Jugend, dass Fußball nur mit Fair Play und Vielfalt funktioniert“, erklärte die Grünen-Politikerin am Montag am Rande ihres Besuches in der französischen Hauptstadt Paris zu dem Eklat um das „Eine Liebe“-Zeichen. „Wenn internationale Sportfunktionäre das wegzensieren - auf dem Rücken der Spieler - dann machen sie den Fußball kaputt“, warnte sie.

DFB-Rückzieher: Manuel Neuer spielt ohne „One Love“-Binde

Kapitän Manuel Neuer wird bei den WM-Spielen der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Katar nun doch nicht mit der „One-Love“-Kapitänsbinde auflaufen.

Ähnlich äußerte sich am Montag auch Bundesinnenministerin Nancy Faeser. „Ich finde die Entscheidung der Fifa sehr befremdlich“, sagte die SPD-Politikerin im ZDF: „Ich fand es ein gutes Signal, dass viele der Nationalmannschaften die One-Love-Binde tragen wollten, die für Offenheit und Toleranz steht.“

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DFB macht in Streit um „One Love“-Binde einen Rückzieher

Die „One Love“-Kapitänsbinde der europäischen Kapitäne um Manuel Neuer hatte zum großen Zerwürfnis mit der Fifa geführt. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur hatte die Fifa die an der Kampagne für Menschenrechte und Vielfalt beteiligten Uefa-Teilnehmer stark unter Druck gesetzt und mit sportlichen Sanktionen gedroht.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die weiteren Verbände verzichten in Katar deshalb nun doch auf das symbolträchtige Stück Stoff. Der Entscheidung gingen intensive Beratungen der Uefa-Arbeitsgruppe mit der Fifa voraus.

RND/dpa

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