„Ich dachte nur ‚bleib am Leben‘“

Schauspielerin Brooke Shields spricht in Dokumentation über Vergewaltigung

Brooke Shields besucht die Premiere der Dokumentation „Pretty Baby: Brooke Shields“ beim Sundance-Filmfestival 2023.

Brooke Shields besucht die Premiere der Dokumentation „Pretty Baby: Brooke Shields“ beim Sundance-Filmfestival 2023.

Die US-Schauspielerin Brooke Shields ist nach eigenen Angaben als junge Erwachsene von einem Vertreter der Filmindustrie vergewaltigt worden. In der Dokumentation „Pretty Baby: Brooke Shields“, die am Donnerstag beim Sundance-Filmfestival in Park City (US-Staat Utah) Premiere feierte, schildert die heute 57-Jährige, wie sie sich kurz nach ihrem College-Abschluss mit einem Filmproduzenten getroffen habe, um über ein angebliches Casting zu sprechen.

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Shields will sexuellen Übergriff lange nicht wahrhaben

Nach einem gemeinsamen Abendessen habe der Mann sie mit in sein Hotel genommen, um ihr angeblich von seinem Zimmer aus ein Taxi zu rufen, berichtete „Entertainment Weekly“. Doch stattdessen sei er ins Badezimmer gegangen, nackt zurückgekehrt und habe sie angegriffen. „Er war direkt auf mir. Es war ein Ringen“, schildert die Schauspielerin. Aus Angst, von dem Angreifer erstickt zu werden, habe sie sich kaum gewehrt, sondern sei völlig erstarrt. „Mein eines ‚Nein‘ hätte genug sein müssen. Ich dachte nur ‚bleib am Leben und raus hier‘“, wird sie vom „Rolling Stone“ zitiert.

Daraufhin habe sich Shields ihrem Sicherheitschef Gavin de Becker anvertraut, der ihr sagte, dass es sich bei dem Angriff um Vergewaltigung gehandelt habe. Dennoch habe die Schauspielerin lange gebraucht, um den sexuellen Übergriff als solchen anzuerkennen. In der Dokumentation spreche sie zum ersten Mal öffentlich über den Vorfall, so die 57-Jährige.

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Shields kritisiert Sexualisierung Minderjähriger in Hollywood

Shields hatte bereits in der Vergangenheit die frühe Sexualisierung von ihr als Kind und junge Frau in Hollywood angeprangert. So verkörperte sie 1978 im Film „Pretty Baby“ eine kindliche Prostituierte und wurde dazu genötigt, nackt den 29-Jährigen Keith Carradine zu küssen. Mit 15 Jahren erschien sie in den beiden Filmen „Die blaue Lagune“ und „Endlose Liebe“, wo sie ebenfalls mit Nacktheit und Sexszenen konfrontiert wurde. „Manchmal bin ich erstaunt, dass ich das alles überlebt habe“, sagt Shields rückblickend in der Dokumentation.

Es ist das erste Mal seit zwei Jahren, dass das Sundance-Filmfestival wieder mit zahlreichen Promi-Gästen und Besuchern sowie Besucherinnen vor Ort in Park City stattfand. Das in den 80er-Jahren von Hollywoodstar Robert Redford ins Leben gerufene Festival für Independent-Produktionen wurde am Donnerstagabend (Ortszeit) in dem Wintersportort eröffnet.

Mehr als hundert Filme aus zwei Dutzend Ländern stehen auf dem Programm, darunter neben der Dokumentation von Brooke Shields auch eine Dokumentationen über Michael J. Fox und den Sänger Little Richard.

RND/al mit dpa

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