„Sylle ist nur einmal im Jahr“

9-Euro-Ticket: Sorge auf Sylt sorgt für Spott auf Twitter

Reisende gehen auf der Nordseeinsel im Bahnhof Westerland an einem Zug der Deutschen Bahn entlang (Archivfoto). Das geplante 9-Euro-Ticket für den Nahverkehr wird im Norden nicht nur positiv gesehen.

Das geplante 9-Euro-Ticket für den Nahverkehr sorgt nicht überall für Begeisterung. Auf Sylt sorgen sich Verantwortliche vor einem Reisechaos, weil die Strecke zwischen Festland und Insel mit dem Nadelöhr Hindenburgdamm wohl noch stärker frequentiert sein wird als üblich.

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Busse und Bahnen seien ohnehin schon an der Belastungsgrenze, warnt der Geschäftsführer der Sylt Marketing, Moritz Luft. Daher „sehen wir die Insel nicht optimal (aus-)gerüstet für das 9-Euro-Ticket und den damit verbundenen zu erwartenden Ansturm“.

Aufrufe zum Sylt-Flashmob

Es dauerte nicht lange, bis die Berichterstattung darüber für Reaktionen im Netz sorgte.

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„Im Sommer Flashmob auf Sylt – wer kommt mit?“, schreibt ein Twitter-Nutzer. Auch andere rufen dazu auf, massenhaft auf die Insel zu reisen – oftmals mit einem Seitenhieb auf Sylts Image als elitäres Urlaubsziel wie in diesem Tweet: „Cute date idea: Mit dem 9-Euro-Ticket nach Sylt fahren und den Reichen ihren Urlaub vermiesen.“

Schnell entwickelte sich die Hashtags #Sylt und #SyltEntern zum Trend auf Twitter.

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Viele Userinnen und User beweisen Humor und verarbeiten die Sorge vor einem drohenden Touristenansturm in Memes.

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Unter dem Titel „Kampf um Sylt“ nimmt User „Jon Of Us“ in einem Meme Bezug auf die „Herr der Ringe“-Filme. Er stellt Sylt als Minas Tirith, den Sitz der Könige, dar. Vor den Toren der Stadt sind die Truppen des Dunklen Herrschers Sauron zu sehen – im Meme sind das die 9-Euro-Urlauber.

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Wird Sylt das neue Mallorca?

Einige Userinnen und User sehen mit dem 9-Euro-Ticket auf Sylt gar Verhältnisse wie auf Mallorca zukommen – Eimersaufen inklusive.

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Oder droht gar die Zombie-Apokalypse?

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Sogar die Deutsche Bahn macht mit:

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Lange Reiserouten nach Sylt

Doch auch die Deutsche Bahn bekommt den ein oder anderen Seitenhieb zu spüren. Denn die Anreise mit den Regionalzügen gestaltet sich mitunter gar nicht so einfach: Wer aus Reutlingen in Baden-Württemberg auf die Insel will, sitzt mitunter schon mal knapp 21 Stunden im Zug:

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Natürlich sind auch die vergleichsweise oft hohen Preise auf Sylt Thema:

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Ein Nutzer verweist auf die Kurtaxe: Tatsächlich kostet die für Erwachsene in der Hauptsaison pro Tag zwischen 2,90 Euro in Hörnum und 3,50 Euro in Kampen. Wer nur für einen Tagesausflug kommt, muss sogar zwischen 3,50 Euro und 4 Euro für das Ticket an den Strandübergängen zahlen. Bei einer Zugfahrkarte von nur 9 Euro ist das vergleichsweise viel.

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Auch auf den Ärzte-Hit „Westerland“ wird Bezug genommen – ein Nutzer textet ein wenig um:

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Erinnerung an „Chaos-Tage“ 1995

In mehreren Tweets erinnern Nutzerinnen und Nutzer auch an die „Chaos-Tage“ auf Sylt im Jahr 1995. Damals war in Deutschland das „Schönes-Wochenende-Ticket“ für 15 D‑Mark (gültig für bis zu fünf Personen) eingeführt worden. In der Folge waren Tausende Tagestouristinnen und -touristen auf die Insel gestürmt, das hatte für Proteste auf Sylt gesorgt.

„Schon im Frühjahr dieses Jahres, als die ersten Discounttouristen kamen, hatten einige der Mächtigen der Insel zur Mobilmachung gegen die ungebetenen Gäste geblasen“, schrieb der „Spiegel“ im August 1995.

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Etliche Verantwortliche hatten das günstige Zugticket damals kritisiert. „Wir brauchen die Billigtouristen auf der Insel nicht“, hatte Stephan Beck, Vorsitzender des Sylter Wirteverbandes, geschimpft. „Wer für drei Mark nach Sylt verreist, hat noch nicht mal so viel Taschengeld dabei.“ Die Westerländer Bürgermeisterin Petra Reiber monierte, die Stammgäste würden durch die überfüllten Züge vergrault. Umweltschützerinnen und -schützer sorgten sich um die Natur, machten Wochenendticket-Inhabende für zertrampelten Strandhafer in den Dünen verantwortlich.

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Als Gegenreaktion rief das linksautonome Aktionsbündnis „Strandguerilla Hamburg“ zum „Politischen Chaostag“ auf. Mehrere Hundert Autonome aus Hamburg und Umgebung folgten dem Aufruf und fuhren mit dem Zug nach Westerland. Es kam zu gewaltsamen Ausschreitungen.

Vielleicht also doch lieber ins Allgäu?

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RND/gei

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