Deutsche buchen seltener Kurzstreckenflüge

Flugzeug mit Kondensstreifen am Himmel (Symbolbild).

Flugzeug mit Kondensstreifen am Himmel (Symbolbild).

Im Wahlkampf zur Bundestagswahl 2021 waren Kurzstreckenflüge und innerdeutsche Flugverbindungen immer wieder ein Thema, nachdem die Grünen bekannt gaben, solche Flüge bis 2030 verbannen zu wollen. Doch eine Analyse der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) mit dem Titel „Wohin fliegt Deutschland?“ zeigt: Bereits seit Jahren sind diese Strecken immer unbeliebter bei den Deutschen.

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Im innerdeutschen Luftverkehr verzeichnete der ADV zwischen 2011 und 2019 ein Minus von 5,7 Prozent, wenn es um Kurzstrecken unter 400 Kilometer geht, sind es Minus 3,7 Prozent. Der Flughafenverband geht davon aus, dass eine engere Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn sich hier bereits auszahlt, heißt es in einer Pressemitteilung.

Strecken zwischen 400 und 1500 Kilometern bei Reisenden am beliebtesten

Die beliebtesten Flughäfen für Flüge innerhalb Deutschlands sind München, Berlin, Hamburg, Frankfurt und Düsseldorf, sie machen 75 Prozent des innerdeutschen Flugverkehrs aus. Insgesamt steuern aber 18,6 Prozent der Passagierinnen und Passagiere ein Ziel innerhalb Deutschlands an. Pro Jahr nutzten nur rund 175.000 Menschen alternative Reisemittel am Boden.

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Die meisten Passagierinnen und Passagiere, nämlich zwei von drei, würden zwischen 400 und 1500 Kilometern fliegen. Von 2011 bis 2019 stieg die Anzahl der Passagierinnen und Passagiere auf diesen Strecken um 23,3 Prozent, 153,1 Millionen Menschen nutzten das Angebot. Das Nummer-eins-Ziel der Deutschen: die Ferieninsel Mallorca. 4,9 Millionen Deutsche sind 2019 dorthin geflogen. Auf den Plätzen folgen London, Wien, Zürich und Amsterdam. Der Trend zu Zielen innerhalb Europas zeigt sich auch an den Zahlen: Um mehr als 36 Prozent stieg die Nachfrage nach innereuropäischen Destinationen.

Die beliebtesten Interkontinentalstrecken führen in die USA

Während die Corona-Pandemie die Langstrecke zunächst einmal ins Koma versetzt hat, nimmt der Flugverkehr zu Fernreisezielen in den vergangenen Monaten wieder Fahrt auf. Einen Aufschwung erhofft sich die Branche durch die Öffnung der USA für geimpfte Reisende aus Europa am 1. November. Die USA lagen 2019 mit gleich drei Städten in den Top Ten der beliebtesten interkontinentalen Ziele: New York, New York-Newark und Chicago. Washington landet auf Platz elf.

Hinzu kommen Toronto, Hurghada, Dubai, Singapur, Bangkok, Peking und Tel Aviv. Von den genannten Destinationen sind derzeit nur noch Peking, Bangkok und Tel Aviv für internationalen Tourismus geschlossen. Insgesamt hatte die Nachfrage nach Fernreisen vor Ausbruch der Corona-Pandemie zugenommen – und das deutlich. Die Flughäfen in Deutschland verzeichneten ein Plus von 26,5 Prozent beim Passagieraufkommen.

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RND/msk

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