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Basketball-Bundesliga

BG Göttingen verabschiedet sich mit einer Niederlage in München aus der Saison

Jeremiah Martin musste zum Ende der ersten Halbzeit verletzt raus, bis dahin hatte er sieben Punkte erzielt.

Jeremiah Martin musste zum Ende der ersten Halbzeit verletzt raus, bis dahin hatte er sieben Punkte erzielt.

Göttingen.Ein Euroleague-Team zum Saisonabschluss, ebenso wie die längste Auswärtsfahrt: Die BG Göttingen hat sich mit einer 64:87 (38:41)-Niederlage beim FC Bayern München aus der Basketball-Bundesliga-Saison 2021 verabschiedet, beendet die Saison auf dem zehnten Rang mit 16 Siegen und 18 Niederlagen.

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Thema vor dem Spiel war natürlich die Sperre von Headcoach Roel Moors. „Ich muss ihn leider ersetzen“, sagte Veilchen-Assistenztrainer Olivier Foucart bescheiden. Der Belgier, der im Herrenbereich zuletzt in der zweiten Liga seines Heimatlandes verantwortlich trainiert hatte, versprach, alles dafür zu tun, um diese Saison „positiv zu Ende zu bringen“.

„Wir werden für unseren Coach spielen und versuchen, ein ordentliches Spiel abzuliefern“, äußerte sich BG-Kapitän Akeem Vargas vor dem Spiel. Die Reaktion seines Headcoaches nach der Niederlage gegenüber den Unparteiischen bezeichnete er als „menschlich“.

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Und vieles sprach dafür, dass es ein ordentliches Spiel werden sollte: Nach jeweils einem erfolglosen Angriff waren es die Bayern, die durch Augustine Rubit zu den ersten Punkten kamen (3:0/2.). Jeremiah Martin erzielte die ersten BG-Zähler, vergab aber den zusätzlichen Freiwurf. Auf beiden Seiten fehlte zunächst in der Offensive der Rhythmus – erst in der 6. Minute erhöhten Harper Kamp und Martin sowie Stephen Brown auf 9:3. Die Gastgeber kamen jedoch wieder heran, übernahmen beim 10:9 (7.) die Führung. Diese wechselte anschließend ständig. Sehr zum Unmut von Münchens Coach Andrea Trinchieri, der schon früh eine Auszeit nahm und den einen oder anderen Spieler immer mal wieder zu einem kurzen Gespräch an die Seitenlinie zitierte.

Jeremiah Martin fällt verletzt aus

Das zweite Viertel verlief ebenso ausgeglichen, wie das erste zu Ende gegangen war (30:30/17.). Zwischenzeitlich erhielt Martin technisches Foul, nachdem er sich über das ausgestreckte Bein von von Leon Radosevic beschwerte. Er musste sogar vom Münchener Andreas Obst zurückgehalten werden. Sein Ärger war verständlich, denn anschließend musste er vom BG-Physio Uwe Klassen am Knie behandelt werden und kam auch im restlichen Spiel nicht mehr zum Einsatz. In der Schlussphase vor der Halbzeit lief Harper Kamp – ähnlich wie in den Spielen zuvor – wieder zu großer Form auf. Er hielt sein Team im Spiel, mit einem 38:41-Rückstand gingen die Veilchen in die Kabine.

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Den besseren Start nach der Pause erwischten die Münchener (49:42/23.). Aber die BG blieb dran gegen einen Gastgeber, der die Göttinger auch weiterhin ernst nahm und die Spieler auf dem Feld hatte, die im Viertelfinale Barcelona alles abverlangt hatten. Beim 51:53 (28.) war das Spiel wieder absolut offen, Philipp Hartwich hatte ein Alley-Oop-Anspiel von Harald Frey genutzt. Danach traf Obst zwei Dreier, die dem FC Bayern ein bisschen mehr Luft verschafften (60:51/29.). Wie bei der Niederlage im Hinspiel, schien das dritte Viertel wieder eine Vorentscheidung zu bringen. 23:13 ging dieser Abschnitt an die Münchener, die mit einem 11:0-Lauf zum Ende für klare Verhältnisse sorgten (64:51/30.).

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Mathis Mönninghoff setzt Schlusspunkt

Viertel übergreifend kamen die Gastgeber zu einer 18:0-Serie, ehe Kamp auf 53:71 verkürzte. Viel lief bei den Veilchen dann nicht mehr zusammen, die Bayern spielten konsequent durch, ließen nicht nach. Max Wüllner kam in der Schlussminute zu seinen ersten BBL-Punkten, Mathis Mönninghoff versenkte noch einen letzten Dreier – der Schlusspunkt für die BG Göttingen in dieser Saison, die sich 64:87 geschlagen geben musste.

„Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung des Teams und der Spieler. München hat in der zweiten Halbzeit an Intensität zugelegt, sodass wir Probleme hatten zu punkten, auch dadurch, dass wir einen unserer besten Scorer – Jeremiah Martin – nicht mehr einsetzten konnten“, sagte Interims-Headcoach Olivier Foucart nach der Partie. Ziel sei es gewesen, wettbewerbsfähig zu sein, aggressiv und auf eine positive Art und Weise zu spielen. „Das haben wir getan. Wir haben Fehler gemacht, sehr viele Fehler zu einem bestimmten Zeitpunkt, die bestraft wurden. Aber die Aggressivität und der Zusammenhalt waren da – das war das einzige Ziel.“

Zurück ging es im Mannschaftsbus nach Göttingen. Hoffentlich mit einem besseren Gefühl als es Akeem Varags im Vorfeld hatte: „Es fühlt sich an, als wäre der Job nicht ganz erledigt“, hatte der Kapitän vor dem Spiel mit Blick auf die verpasste Playoff-Teilnahme gesagt. Jetzt gilt es für ihn und die Spieler, die bei der BG weiterhin unter Vertrag stehen oder hoffentlich bleiben werden, auf einen Platz in einem internationalen Wettbewerb zu hoffen. – Punkte BG: Martin (7), Frey (6), Roberson (12), Vargas (2), Hujic, Wüllner (2), Hartwich (2), Mönninghoff (7), Kamp (12), Brown (14), Grimes, Giotis.

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