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Handball: DHB-Pokal

Die Region Südniedersachsen ist gierig auf Spitzenhandball

Steht seit Jahren an der Seitenlinie des Northeimer HC: Trainer Carsten Barnkothe.

Steht seit Jahren an der Seitenlinie des Northeimer HC: Trainer Carsten Barnkothe.

Göttingen. Rekordmeister THW Kiel sowie die Zweitligisten TUSEM Essen und Aufsteiger Bayer Dormagen sowie der ausrichtende Drittligist Northeimer HC ziehen die Massen in die Halle. Im Interview stellt sich NHC-Trainer Carsten Barnkothe (54) den Tageblatt-Fragen.

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Das ist wohl ein Glücksfall, dass zum zweiten Mal binnen knapp eines halben Jahres zwei Handball-Großereignisse in Göttingen stattfinden, die dem Northeimer HC zu verdanken sind!?

Natürlich sind wir nach dem Spiel gegen den Zweitliga-Aufsteiger TV Großwallstadt nun stolz, wieder ein großes Handballevent in Südniedersachsen auszurichten. Nach dem tollen Erfolg im April, zu dem wir gut 1500 Zuschauer in die Sparkassen-Arena locken konnten, hoffen wir am Pokalwochenende an beiden Tagen jeweils über 2000 Handballfans begrüßen zu dürfen. Hier spielt das attraktive Teilnehmerfeld mit dem THW Kiel als absolutes Glückslos natürlich eine große Rolle.

Das sagen die neuen NHC-Spieler zum DHB-Pokal

Efthymios Iliopoulos, 21, Linkshänder, 1,95 m, vom HC Empor Rostock, griechischer Nationalspieler: „Ich fühle mich in der sympathischen Northeimer Mannschaft schon sehr wohl. Trotz der anstrengenden Vorbereitung kommt der Spaß nicht zu kurz. Die Teilnahme am DHB-Pokal ist für uns in jedem Falle eine große Sache. Wir haben die Chance gegen überragende Bundesligaspieler anzutreten und wollen dabei unsere Fans mitreißen.“

Philipp Hempel, 23, Rückraumspieler, 1,98 m, vom Drittliga-Absteiger HSV Bad Blankenburg: „Den DHB-Pokal in fast „eigener“ Halle und mit so großen Vereinen austragen zu können, ist einfach ein riesiges Ereignis für den Northeimer HC, die Fans und unsere Mannschaft. Ich bin schon gespannt, wie die Atmosphäre in der Halle sein wird. Mit Bayer Dormagen treffen wir auf einen starken Gegner, der nicht umsonst in die 2. Bundesliga aufgestiegen ist. Nichtsdestotrotz werden wir mit der Mentalität, gewinnen zu wollen, in das Spiel gehen.“

Finnian Lutze, 18, Rückraumspieler, 1,87 m , aus der A-Jugendbundesliga des TBV Lemgo: Ich freue mich einfach sehr vor einer so großen Kulisse spielen zu dürfen und werde die Atmosphäre genießen. An sich hätte uns nicht Besseres als dieses Turnier passieren können. Wir bekommen so noch mindestens ein sehr gutes Vorbereitungsspiel gegen einen Zweitligisten. Wir haben somit nicht unser erstes Pflichtspiel im Ligabetrieb sondern im Pokal. Das wird gerade mir gerade als jungen Spieler helfen, um eben diese die Nervosität etwas abbauen zu können. nd

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Das beweist doch auch, dass der Handball in Südniedersachsen großen Zuspruch erfährt?

Es zeigt auf alle Fälle, dass das Interesse am Handball in der Region Südniedersachsen in großem Maße vorhanden ist. Viele Handballfans sind gierig darauf, Spitzenhandball vor Ort in einer dafür ausgestatteten Halle zu sehen. Mit welcher Begeisterung die Handballfans unser Team gegen Großwallstadt unterstützt haben, zeigt, dass der Handball in unserer Region einen hohen Stellenwert besitzt.

Unter welchen Voraussetzungen wäre es in dieser Region vorstellbar, hier mittelfristig höherklassigen Handball wie die 2. Liga anzubieten?

Um in Südniedersachsen mittelfristig 2. Liga anzubieten, bedarf es zum einen einer starken wirtschaftlichen Unterstützung sowie eines schlüssigen Nachwuchskonzeptes. Man müsste es möglich machen, auch bei uns ein Sportinternat zu platzieren, um den heimischen Talenten die bestmögliche Ausbildung gewährleisten zu können.

Das Pokalwochenende ist für den Northeimer HC sicherlich auch ein lukratives Zubrot?

Sicherlich ist das Pokalwochenende nicht nur aus sportlicher sondern auch aus wirtschaftlicher Sicht sehr interessant für uns. Aber es bedarf der Hilfe des gesamten Vereins, um diese tolle Veranstaltung zu organisieren und durchzuführen. Der Umzug in die Sparkassen-Arena zieht eine Menge Arbeit mit sich, die wir nur mit Hilfe vieler ehrenamtlicher Helfer leisten können. Hinzu kommen mit der Flippothek, der Kreissparkasse Northeim, der Sparkasse Göttingen und der Firma Stolberg Bedachungen vier Unternehmen, die diese Veranstaltung exklusiv unterstützen.

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Wohin führt in dieser Saison der Weg des Northeimer HC in der Staffel West?

Die sportliche Zielsetzung ist ganz klar definiert und heißt Klassenerhalt. Wir haben einen qualitativ guten Kader, der leider etwas dünn besetzt ist, sodass wir vom Verletzungspech verschont bleiben sollten, um dieses Ziel zu erreichen. Die Eingruppierung in die Weststaffel kam natürlich für uns sehr überraschend und unerwartet. Aber wir nehmen es sportlich, denn etwas anderes bleibt uns auch nicht übrig.

Von Ferdinand Jacksch

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