Verband stellt Konzept vor

Für Klubs in Göttingen und Umgebung: „VEREINt zurück zum Volleyball“

Volleyball im Sand: Die Beach-Variante könnte im Sommer den Anfang machen, um erste Turniere zu organisieren.

Volleyball im Sand: Die Beach-Variante könnte im Sommer den Anfang machen, um erste Turniere zu organisieren.

Göttingen. Kürzlich hat der Deutsche Volleyballverband (DVV) bundesweit den Abbruch der Spielzeit 2020/21 für die Regionalligen und dritten Ligen beschlossen, nachdem die Landesverbände schon Wochen vorher die Saison von den Kreis- bis zu den Oberligen eingstampft hatten. Damit sind die Hallensaison 2018/19 sowie die Beachsaison 2019 die letzten komplett ausgetragenen Wettkampfserien der Volleyballer, seitdem wurden coronabedingt zweimal Hallenspielzeiten abgebrochen, die Beachvolleyballserie im Sommer 2020 entfiel in Niedersachsen ebenfalls. Die Ausnahme bilden die 1. und 2. Bundesliga, die aktuell noch spielen.

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Um den Volleyballern und den Vereinen eine Perspektive bieten zu können, hat der Nordwestdeutsche Volleyballverband (NWVV) in Zusammenarbeit mit dem DVV nun das Konzept „VEREINt zurück zum Volleyball“ vorgestellt. Dahinter steckt die Idee, möglichst unkompliziert und ohne großen finanziellen Aufwand wieder einen Wettkampfbetrieb in Turnierform anzubieten, sobald Mannschaftssport trotz der Pandemie erlaubt sein wird.

Dahinter verbirgt sich Volleyball unter Wettkampfbedingungen in den Sommermonaten. Gespielt werden soll nach den Hallenregeln in unterschiedlichen Spielformen. Dreier-, Vierer- oder Sechserteams der Damen, Herren und Jugend stehen sich auf Sand, rasen oder – wenn es wieder erlaubt ist – in der Halle gegenüber. Es gibt für alle nur ein Ziel: spielen.

Vereinfachte Ausschreibung

Eine vereinfachte Ausschreibung soll es Turnierausrichtern leicht machen. Der jeweilige Klub meldet dem NWVV sein Turnier. Das stellt der Verband dann auf seiner Homepage ein, über die sich alle interessierten Teams anmelden können. Spielerlizenzen oder -pässe sind nicht notwendig, möglichst unkompliziert soll der Wettkampfsport wieder angekurbelt werden, sobald die Möglichkeit dazu besteht.

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Der Versuch, den Vereinssportlern nach vielen Monaten, in denen sie ihre Sportart nicht ausüben konnten möglichst, wieder selbst organisierte Wettkämpfe zu bieten, ist sicher grundsätzlich der richtige Weg. Die Frage ist jedoch, ob es dazu überhaupt ein Konzept des NWVV gebraucht hätte. In Göttingen beispielsweise gibt es kaum Rasenplätze, auf denen Wettkampfsport außerdem ein nicht zu unterschätzendes Verletzungsrisiko mit sich bringen könnte. Sobald Mannschaftssport im Freien wieder erlaubt sein wird und das Wetter mitspielt, werden die Beachvolleyballplätze überfüllt sein, die Freude wieder in der Gruppe Sport treiben zu dürfen, wird Hobby- wie Vereinsspieler aufs Feld treiben. Wenn irgendwann auch Hallensport wieder möglich ist, müssen sich die Teams erst wieder finden und organisieren, bevor an Wettkämpfe zu denken ist. Immerhin datieren die letzten Trainingseinheiten aus dem Oktober 2020.

Testspiele selbst organisieren

„Sobald wir tatsächlich wieder in die Halle können, werden wir erst einige Trainingseinheiten abhalten, um zu schauen, welche Spieler uns überhaupt zur Verfügung stehen und um zu wissen, welche Teams wir für die kommende Hallensaison melden können – immer vorausgesetzt, dass Impfungen und Inzidenzzahlen mitspielen und wir mittelfristig planen können. Und dann könnte ich mir vorstellen, auf kleinem Dienstweg mit anderen Teams in der Region zu telefonieren, um irgendwann einmal ein Freundschaftsspiel auszumachen. Dafür brauchen wir aber den NWVV nicht“, sagt Tuspo Weendes Abteilungsleiter Bernd Großkopf. „Ich bin Volleyballer von ganzem Herzen, aber zuerst müssen Schule, Uni und Wirtschaft wieder halbwegs normal funktionieren, dann dürfen wir auch an unseren Sport denken. Da dürfen wir nichts überstürzen, sonst gibt es ganz schnell auch wieder Rückschläge“, so Großkopf weiter.

Von Peter König

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