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Radball

RV Möve Bilshausen: Seifert/Stephan trainieren als jüngstes Duo mit Bundestrainer

Das Radball-Duo Leif Seifert (l.) und Simon Stephan vom RV Möve Bilshausen gehört zum Nationalkader.

Das Radball-Duo Leif Seifert (l.) und Simon Stephan vom RV Möve Bilshausen gehört zum Nationalkader.

Bilshausen.Seit dem Sichtungslehrgang des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) Anfang Oktober 2020 sind die U17-Jugend-Radballer Leif Seifert und Simon Stephan vom RV Möve Bilshausen Mitglied des sieben Mannschaften umfassenden nationalen Juniorenkaders. Die nationalen Schüler-U13-Meister von 2018 hatten den Bundestrainer Michael Lomuscio, der selbst mit seinem Bruder Sandro 2001 und 2002 Radball-Weltmeister für Deutschland wurde, bei der Sichtung überzeugt.

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Da altersbedingt zwei Plätze frei wurden, baute Lomuscio neben einem älteren Tandem die beiden Bilshäuser als jüngstes Team in seinen aus vier Altersklassen bestehenden Kader ein. In diesem elitären Kreis heißt es für die Eichsfelder nun, sich immer wieder zu bewähren. „In diesem und im nächsten Jahr erhalten die beiden noch etwas Schonfrist, aber in den beiden letzten Junioren-Jahren setze ich dann auch auf die Bilshäuser“, hat der Bundestrainer schon konkrete Vorstellungen für die nächsten Jahre.

Kontaktfreies Training in der Bilshäuser Halle

Da in den meisten Bundesländern die Mitglieder von Nationalkadern schon länger kontaktfrei trainieren dürfen, stehen auch Seifert/Stephan nicht völlig ohne Rad-Training da. „Wir haben die Genehmigung von den Kommunen erhalten, dass ich als Trainer mit den beiden Spielern in unserer Halle unter Einhaltung der Hygieneauflagen und Abstandsregeln, trainieren darf. Allerdings bezieht sich das Training nur auf die technischen Fertigkeiten auf dem Rad und Übungen einiger Standardsituationen ohne Gegenspieler“, erklärt der Bilshäuser Vereinstrainer Franz-Josef Adler.

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Bilshausens Trainer Franz-Josef Adler.

Bilshausens Trainer Franz-Josef Adler.

Bisher fielen drei reguläre, dreitägige Wochenendlehrgänge des BDR dem Infektionsgeschehen zum Opfer. Da der Europäische Radsportverband (UEC) die Junioren-Europameisterschaft am 14. und 15. Mai 2021 in der Schweiz trotz Pandemie durchführen will, lud Lomuscio seine Teams auch aufgrund des noch bestehenden Beherbergungsverbotes am vergangenen Wochenende nur zu einem Tageslehrgang nach Darmstadt ein. „Ich wollte meine Jungs zumindest einmal vor der internen Qualifikation für die Europameisterschaft zusammen haben. Die Teilnahme ist aber auf absolut freiwilliger Basis gelaufen. Nach den ersten Rückmeldungen sah es aber gut aus, sodass der Lehrgang durchgeführt werden konnte“, sagt der Bundestrainer.

Strenge Regeln beim Lehrgang in Darmstadt

Auch in der Sporthalle „An der Radrennbahn“ in Darmstadt mussten die Hygieneregeln eingehalten werden. „Nur die Spieler, Co-Trainer Lars Wegmann und ich durften in die Halle. Um weiteren Körperkontakt zu vermeiden, waren auch kein Mannschaftsarzt und Physiotherapeut anwesend. Die Fahrer der noch Minderjährigen, zumeist Eltern oder Heimtrainer, mussten sich in der Zeit anderweitig beschäftigen. Erst nach Vorlage der negativen Ergebnisse der vorab durchgeführten Schnelltests brgann das Training. Eingeschweißtes Mittagessen wurde unter Wahrung der Abstände in der Halle eingenommen“, beschrieb Lomuscio den Tagesablauf.

Gemäß den Statuten des BDR muss der Junioren-Bundeskader zwei Qualifikationsturniere, in denen der Europameisterschafts-Teilnehmer und die Ersatzmannschaft ermittelt werden, austragen. Beide Qualifikationen sind ohne Zuschauer in Württemberg geplant. Das erste Turnier soll am kommenden Wochenende in Kemnat im Landkreis Esslingen über die Bühne gehen. Noch ist die endgültige Entscheidung nicht gefallen.

Von Berthold Kopp

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