Handball-Verbandsliga

TV Jahn Duderstadt erkämpft sich 37:35-Sieg gegen Groß Lafferde

Klare Ansagen: Christian Caillat schwört seine Spieler auf während des Spitzenspiels gegen Groß Lafferde ein.

Klare Ansagen: Christian Caillat schwört seine Spieler auf während des Spitzenspiels gegen Groß Lafferde ein.

Duderstadt. „Das war eine echte Werbung für den Handballsport“, brachte Duderstadts Schatzmeister Marcus Rode das Wechselbad der Gefühle auf den Punkt. Schließlich führte der engagierte Aufsteiger zwischenzeitlich mit bis zu vier Toren, letztmals beim 25:21 (40.) nach 40 Minuten. Am Ende stand der Gast aber mit leeren Händen da: „Dennoch haben wir eine überragende Mannschaftsleistung gezeigt. Bitterer als die Niederlage ist jedoch die Verletzung unseres Torhüters Lionel Lütgering“, bedauerte MTV-Coach Dennis Bühn den vorzeitigen Ausfall seines Keepers kurz vor der Pause: „Das Knie ist raus“, bedauerte der Trainer, bevor der zuvor überaus starke Schlussmann in die Klinik nach Hannover gebracht werden musste.

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Verletzung bei Justin Brand

Keine guten Nachricht kam auch aus dem Lager des TV Jahn. Kapitän und Torjäger Justin Brand plagte sich mit einem Magen-Darm-Virus und wurde erst nach 22 Minuten ins Spiel geschickt, als Duderstadt mit 9:10 hinten lag. Aber nur ein Tor zum 12:12 (26.) war Brand vergönnt, ehe für ihn die Partie fast mit dem Pausenpfiff schon wieder zu Ende war. Der Mannschaftsführer ließ sich in dem hart umkämpften Match zu einer unnötigen und gleichermaßen unsportlichen Rangelei hinreißen, die die Schiedsrichter mit einer roten Karte ahndeten. Und dann folgte auch noch die Hiobsbotschaft, die der Vorsitzende Ekkehard Loest überbringen musste: „Justin Brand hat sich voraussichtlich eine Außenbandverletzung zugezogen. Wir hoffen aber, dass es kein Riss ist, denn wir benötigen ihn schon dringend in den kommenden Spielen.“ Überhaupt hatte der TV Jahn am zehnten Spieltag einige personelle Probleme. Torhüter Alexander Klocke war beruflich verhindert. Tim Isermann laborierte an einer Fingerverletzung. Zudem konnten der Kroate Matija Junakovic und Chris Osei-Bonsu während der Woche wegen Verletzungen nicht trainieren, stellten sich aber dennoch in den Dienst der Mannschaft.

Und so würdigte Trainer Christian Caillat die engagierte und couragierte Leistung: „Die Mannschaft hat dieses Spiel über den Charakter gewonnen. Wir haben aber ab der zehnten bis zur 45. Minute keinen Zugriff in der Abwehr gehabt und sehr viele Tore über die Außenpositionen einstecken müssen“, so der Coach.

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35 Gegentreffer sind zu viel

„37 Tore sind okay, 35 Gegentreffer aber deutlich zu viel“, analysierte der Neuzugang Matija Junakovic das Spiel: „Ich bin froh, dass ich überhaupt dabei sein konnte. Kompliment an unseren Physio Alladin Sakr, der mich spielfähig bekommen hat.“ Der Kroate warf sechs seiner zehn Tore ab der 43. Minute, glich zweimal aus und besorgte mit dem 30:29 (51.) die erste Eichsfelder Führung nach dem Wechsel. Zusammen mit dem Ex-Rosdorfer Jannik Burgdorf, dem ebenfalls zehn Treffer gelangen, sorgte er für die Glanzlichter in der entscheidenden Phase. Und da war noch Deni Skopic, der wuchtige kroatische Kreisläufer, der nach seiner Meniskus-OP Anfang Oktober mit seinen fünf Toren ein gelungenes Comeback feierte.

„Ein Dank gilt unserem Publikum, das uns in der schwierigen Phase des Spiels toll unterstützt hat. Es war schon eine beeindruckende Atmosphäre“, fand Matija Junakovic die passende Schlussworte. – TVJ: Junakovic (10/2), Burgdorf (10/2), Deni (5), Klijac, Winkler (je 3), Meyer, Osei-Bonsu (je 2), N. Grolig (1) – Die besten Werfer des Aufsteigers waren Kanning, Waschke (je 9), Brunke (8/2).

Von Ferdinand Jacksch

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