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Gesundheit - Physiotherapeuten

Barfußlaufen muss gelernt sein

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Foto: IAOM-US – pixabay.com

Barfußlaufen liegt im Trend. Viele glauben, das sei gesund. Sogar das Joggen ohne Schuhe findet immer mehr Anhänger. Ist Barfußlaufen uneingeschränkt und für jeden empfehlenswert?

Wichtige Infos von Physiotherapeuten

„Barfußlaufen stärkt die Muskulatur des Fußes. Aber wie bei jedem Trainingsstart sollten körperliche Einschränkungen abgeklärt und langsam begonnen werden“, sagt Ute Repschläger, Physiotherapeutin und Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands Selbstständiger Physiotherapeuten (IFK e. V.).

Die Füße sind darauf ausgelegt, das Körpergewicht abzufedern. Werden Schuhe getragen, die eine zu starke Unterstützung des Fußgewölbes geben, wird die natürliche Knick- und Senkung des Fußgewölbes unterbunden. Die Fußmuskulatur wird dadurch geschont und geschwächt. Es gibt Fälle, in denen eine starke Unterstützung wie beispielsweise durch Einlagen erforderlich ist. Diese Menschen sollten auf das Barfußlaufen verzichten.

Der Tipp der Physiotherapeutin: Um seinen Füßen und dem gesamten Körper etwas Gutes zu tun, ist es daher zeitweise sinnvoll und ein gutes Training, barfuß zu laufen. Aber das muss gelernt werden. Die Füße sollten sich langsam an die neuen Belastungen gewöhnen können. Empfehlenswert ist es daher, am Anfang nur kurze Strecken – am besten auf einem weichen, natürlichen Untergrund (Wiese, Waldboden, Strand) – barfuß zu laufen und mit dem Tragen von Schuhen abzuwechseln. Bei Vorverletzungen gilt besondere Vorsicht. IFK/star