Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

 

Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

Anzeige
EKW eröffnet neues Haus 3

„Das macht uns zu dem derzeit modernsten Krankenhaus der Region“

„Das macht uns zu dem derzeit modernsten Krankenhaus der Region“ Bildunterschrift anzeigen Bildunterschrift anzeigen

Offizielle Schlüsselübergabe mit (v.l.) Carsten Lohmann (t+p architekten), Prof. Dr. Michael Karaus, Oberbürgermeisterin Petra Broistedt und der Kaufmännische Geschäftsführer des EKW, Frank Czeczelski. Fotos: Peter Heller

Evangelisches Krankenhaus Göttingen-Weende hat sein neues Haus 3 eröffnet

Nachdem im Jahr 2019 das alte Haus 3 am Evangelischen Krankenhaus Göttingen-Weende abgerissen wurde, entstand in weniger als drei Jahren Bauzeit das neue Haus 3. In diesen Tagen wird es nach und nach bezogen, unter anderem zieht der Krankenhaus-Standort Lenglern mit der Abteilung Pneumologie und dem Schlaflabor nach Weende, und mit ihm rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

„Unser neues Haus 3 ist ein ganz großer Meilenstein in der Entwicklung unseres Krankenhauses“, sagt Prof. Dr. Michael Karaus, Medizinischer Geschäftsführer des Evangelischen Krankenhauses Göttingen-Weende. „Es verändert noch einmal unser Gesicht, und macht uns zu dem derzeit modernsten Krankenhaus der Region.“

Der Bau wurde mit großer Unterstützung des Sozialministeriums gefördert und vom niedersächsischen Landesamt für Bau und Liegenschaften begleitet. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 47,6 Millionen Euro. Dafür wurden 37,5 Millionen vom Land als Fördermittel zur Verfügung gestellt, der Rest sind Eigenmittel des Weender Krankenhauses, unter anderem auch für eine Komfortstation.

Über 50 Gewerke am Bau beteiligt

Zu der hochmoderne Endoskopie-Einheit gehören fünf Untersuchungsräume, ein großer Vorbereitungs- und Aufwachraum sowie zahlreiche Untersuchungszimmer.

Vor Baubeginn mussten 257 Meter Pfahlwände von 7 bis 12 Metern Länge in den Boden gesetzt werden, um das Gebäude vor dem Wasserdruck der Lutter zu schützen. Insgesamt wurden 11.200 Kubikmeter Beton und 144 Tonnen Konstruktionsstahl verbaut. Auch die folgenden Zahlen sind beeindruckend: 188 Kilometer Kabelleitungen und neun Kilometer Wasserrohre wurden verlegt, 275 Fenster und Außentüren eingebaut, 3.750 Schalter und Steckdosen angeschlossen. 1.800 Ein- und Anbauleuchten sorgen für gute Sicht. Arbeiter aus über fünfzig Gewerken waren auf der Baustelle im Einsatz. Die Gesamtnutzfläche von Haus 3 beträgt rund 13.000 Quadratmeter auf sieben Etagen.

Im ersten Obergeschoss, direkt im Anschluss der Magistrale, die sich durch vier Gebäude des Weender Krankenhauses zieht, liegt die internistische Funktionsdiagnostik. Diese hochmoderne Endoskopie-Einheit mit fünf Untersuchungsräumen, einem großen Vorbereitungs- und Aufwachraum sowie zahlreichen Untersuchungszimmern für die sonographische Diagnostik aber auch die übrige gastroenterologische und pneumologische Funktionsdiagnostik ist mit später einmal über 54.000 Untersuchungen jährlich eine der größten in Südniedersachsen.

Modernste Geräteaufbereitung

Das Aushängestück dieses Bereiches ist wohl die moderneste Geräteaufbereitungseinrichtung Norddeutschlands, bei der die reine von der unreinen Seite durch modernste Endoskopie-Durchreiche-Waschmaschinen getrennt werden. Auf der anderen Seite der Magistrale zur B27 sind die Chefarztbereiche gelegen, aber auch ein großer Behandlungsraum für die onkologischen und immunologischen Behandlungen.

Im zweiten und dritten Obergeschoss befinden sich die zwei großen Bettenstationen für die Pneumologie. Die Stationen haben 55 beziehungsweise 64 Betten, die pneumologische Station 3.2 beinhaltet dabei das Schlaflabor mit sechs Plätzen und eine Isoliereinheit. Auf der Station 3.3 wird auch eine Covid-Einheit etabliert, die über Schleusen abtrennbar ist.

Fußbodenheizung in den Patienten-Badezimmern

Das neue Haus 3 fügt sich nahtlos in den Gebäudekomplex des Evangelischen Krankenhauses Göttingen-Weende ein. Foto: EKW/Rampfel

Das Besondere: Alle Patienten-Badezimmer im Neubau sind mit einer Fußbodenheizung ausgestattet. „Ich glaube, wir sind damit eines der ersten Krankenhäuser in Deutschland, die die Nasszelle so heizen“, sagt EKW-Bauleiter Herbert Schmidt. Zudem gibt es neben dem normalen Spiegel in jedem Badezimmer einen Ganzkörperspiegel.

In die 4. Etage zieht im Dezember eine neue Komfortstation für 26 Patienten in 20 Einzelzimmern und 3 Doppelzimmern ein – die erste dieser Art in Göttingen. Unabhängig vom Versicherungsstatus können Patienten den besonderen Komfort der Station genießen. Die medizinische Versorgung dieser interdisziplinären Einheit ist nicht anders als auf den anderen Stationen – hier geht es um den Komfort der Unterbringung. Angeschlossen ist dieser Station eine große Dachterrasse mit Blick über Göttingen.

In das jetzt noch leere Erdgeschoss soll später ein neuer größerer OP-Trakt im Rahmen der nächsten Bauförderung eingerichtet werden. ekw/star