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Gesundheit - Physiotherapeuten

Mit Wärme mal lockerlassen

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FOTO: KARELNOPPE - FOTOLIA.COM

Vielseitiges therapeutisches Verfahren in der Physiotherapie

Mit Wärme verbinden die meisten Menschen positive Gefühle, insbesondere in der kalten Jahreszeit. Doch Wärme kann auch als therapeutisches Mittel angewendet werden, wie erfolgreich in der Physiotherapie. Wärmeanwendungen werden häufig als vorbereitende und unterstützende Maßnahme für physiotherapeutische Behandlungen eingesetzt.

„Die äußerliche Anwendung von Wärme ist ein therapeutisches Verfahren, das schon seit Jahrhunderten praktiziert wird und auch in unserer modernen Welt Bestand hat“, sagt Ute Repschläger, Physiotherapeutin und Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands selbstständiger Physiotherapeuten IFK.

Die Wärmetherapie macht sich die Reaktionen von Haut, Unterhaut und tieferen Geweben auf die Wärmeeinwirkung zunutze, um ihre heilende Wirkung zu entfalten. Die Wärmetherapie kann auf vielfältige Art und Weise appliziert werden. Die unterschiedlichen Anwendungsformen unterscheiden sich durch das physikalische Prinzip, das für die Wärmeübertragung verantwortlich ist.

Dabei gibt es drei unterschiedliche Wirkprinzipen. Das Prinzip der Wärmeleitung (Konduktion) findet bei Wärmepackungen Anwendung. Dabei kommen häufig die sogenannten Peloide zum Einsatz, die besonders gut Wärme speichern können. Peloide (von griechisch pelos = weicher Schlamm) sind Materialien wie Ton oder Lehm, die als Packungen aufgelegt werden. Die Wärmeströmung (Konvektion), wie bei einem heißen Bad, und die Wärmestrahlung in Form von Infrarotstrahlung sind weitere Möglichkeiten der Wärmeapplikation.

Die Wirkung der Wärme wird unter anderem über Thermorezeptoren vermittelt. Durch die Stimulation kommt es zu reflektorischen Effekten, die über nervale Verbindungen zwischen den Rezeptoren – zum Beispiel zwischen der Haut und dem Organsystem – übertragen werden. Dadurch erreicht die Wärme die oberflächlichen Strukturen und hat auch eine Wirkung auf tiefer liegende Schichten. ifk/star