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Pflegeratgeber

Minibäder barrierefrei gestalten – so geht’s

Intelligente Lösungen, die allen Anforderungen entsprechen

Minibäder barrierefrei gestalten – so geht’s Bildunterschrift anzeigen Bildunterschrift anzeigen

Über ein Drittel der Bäder in Deutschland sind nur sechs Quadratmeter groß und kleiner. Wenn die barrierefrei umgestaltet werden sollen, müssen intelligente Lösungen her. FOTOS: FRANZ KALDEWEI GMBH & CO. KG

Beim Umbau von Wohnraum hin zu einer barrierefreien Umgebung geht es um die Beseitigung von Stolperfallen und Einschränkungen der Mobilität. Für eine DIN-konforme Gestaltung des Bades heißt das: Waschtische sollen auch im Sitzen benutzbar und Duschen bodeneben sein mit einer Absenkung unter zwei Zentimetern.

Sie müssen dabei mindestens 120 x 120 Zentimeter messen – und für die uneingeschränkte Rollstuhlnutzung 150 x 150 Zentimeter. Der Duschboden im barrierefreien Bad muss rutschhemmend nach Bewertungsgruppe B sein und sollte sich optisch und haptisch vom Boden abheben. So weit, so gut, aber: Über ein Drittel der Bäder in Deutschland sind nur sechs Quadratmeter groß und kleiner. Hier ist zu berücksichtigen, dass sich die in der DIN-Norm vorgeschriebenen Bewegungsflächen vor jedem Sanitärgegenstand von mindestens 120 x 120 Zentimetern überschneiden dürfen. So kann eine Dusche in die Bewegungsflächen einbezogen werden, wenn sie keine oder eine bewegliche Abtrennung besitzt. Der Übergang zum Boden muss schwellenfrei sein, die Dusche darf keine Absenkung aufweisen und eine Neigung von maximal 2 Prozent in der Bewegungsfläche haben. Wer die Vorteile emaillierter Duschlösungen wie Haltbarkeit, Pflegeleichtigkeit und Dichtigkeit nutzen möchte, ist bei der barrierefreien Badgestaltung von Minibädern auf Speziallösungen angewiesen. Die Kaldewei Duschflächeninnovation Cayonoplan Multispace etwa erfüllt werksseitig die Bedingungen zur Barrierefreiheit und kann mit bis zu 60 Prozent ihrer Duschfläche in die Bewegungsfläche des Bades eingeplant werden. Damit eignet sie sich besonders für Minibäder mit einer Größe von nur 4 Quadratmetern.

Gestaltung mit klaren Kontrasten: Farben im Bad

Eine weitere Anforderung an das barrierefreie, DIN-konforme Bad ist eine Farbgestaltung mit deutlichen Kontrasten, die eine Orientierung auch bei Sehschwäche ermöglicht. Dazu steht bei Kaldewei mit der Coordinated Colours Collection eine große Farbenvielfalt zur Auswahl, mit der sich die Badobjekte deutlich von der übrigen Gestaltung abheben können. Die Struktur der nahezu unsichtbaren Oberflächenvergütung Kaldewei Secure Plus garantiert nicht nur die vorgeschriebene Rutschhemmung nach Bewertungsgruppe B, sondern sie ermöglicht auch die empfohlene haptische Unterscheidung des Duschbereichs vom übrigen Badezimmerboden.

Zertifizierte Badlösungen geben Orientierung und Sicherheit

Orientierung bei der Auswahl geeigneter Produkte für eine barrierefreie Badgestaltung gibt das durch DIN CERTCO – einer Tochtergesellschaft des TÜV Rheinland – vergebene Zertifizierungszeichen „DIN Barrierefrei“. Dieses Siegel bietet nicht nur Planern und Installateuren die Sicherheit, dass die vom Bauherrn oder Investor vorgeschriebene barrierefreie Badplanung DIN-konform umgesetzt wurde, sondern auch private Bauherren können damit ganz einfach die Voraussetzungen für eine entsprechende finanzielle Förderung einer barrierefreien Sanierung erfüllen.