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Schützenfest Gieboldehausen

Von der Gründung bis zum eigenen Schießstand: Geschichte der Schützengesellschaft Gieboldehausen

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Jahrzehntelange Tradition: Die Schützengesellschaft von 1954 hat sich gegründet, da in der bestehenden Schützenbruderschaft St. Sebastian zur damaligen Zeit nur Katholiken aufgenommen worden sind. FOTOS: PRIVAT/SCHÜTZENGESELLSCHAFT V. 1954 E.V.

Zur Geschichte und Tradition der Schützengesellschaft von 1954 e.V. Gieboldehausen

Gieboldehausen. Elf Schießsportbegeisterte haben sich im Juni vor 68 Jahren zusammengefunden und gemeinsam die Schützengesellschaft von 1954 ins Leben gerufen, heißt es auf der Internetseite des ehrenamtlichen Vereins. Zur Tradition der Schützengesellschaft und ihrer jahrzehntelangen Vereinsgeschichte können Interessierte aber noch viel mehr erfahren: So sei die Gründung der Schützengesellschaft von 1954 etwa hauptsächlich erfolgt, weil in der bereits bestehenden Schützenbruderschaft St. Sebastian zur damaligen Zeit nur Katholiken aufgenommen wurden. Die Schützengesellschaft von 1954 erklärt dazu im Detail: ,,In der Gründungsversammlung wurde damals ausdrücklich betont, dass man keine Konkurrenz oder Abwerbung betreiben wolle, es aber nicht einzusehen sei, dass andersgläubige, am Schießsport interessierte Leute keine Möglichkeit hätten, diesem Freizeitsport nachzugehen."

Erste Könige und eigener Schießstand

Fortan sei die Mitgliederzahl der ,,neuen" Schützengesellschaft stetig gewachsen und schon bald seien darauffolgend die ersten eigenen Könige ausgeschossen sowie im Jahr 1956 die allererste Vereinsfahne angeschafft worden. Und da in den ersten Jahren nach der Gründung noch keine eigenen Räumlichkeiten zum Schießen vorhanden waren, habe die Schützengesellschaft von 1954 schließlich den Plan gefasst, einen eigenen Schießstand zu bauen.

Für den Vorstand der Schützengesellschaft von 1954 stehen neben dem Schießsport auch die Pflege der Kameradschaft und das Hochhalten der Schützentraditionen im Mittelpunkt. FOTOS: PRIVAT/SCHÜTZENGESELLSCHAFT V. 1954 E.V.

,,Die Gemeinde Gieboldehausen stellte dem Verein unentgeltlich ein Grundstück am Schützenplatz zur Verfügung und so entstand in den Jahren von 1967 bis 1970 ein eigener Schießstand. In diesem Schießstand befinden sich sechs KK Bahnen und ein Luftgewehrstand mit vier Bahnen sowie ein Aufenthalts- und Versammlungsraum mit circa 100 Quadratmetern Fläche", erklärt die von Schützengesellschaft 1954 dazu weiter.

Zuschüsse habe es damals zwar keine gegeben, aber durch Kreditaufnahme, Bausteinverkauf und einem hohen Maß an Eigeninitiative habe der Schießstand im Jahr 1970 schließlich fertiggestellt und eingeweiht werden können. Im Laufe der Jahre ereigneten sich natürlich viele kleine Bau- und Verschönerungsmaßnamen, die den Stand noch schöner und besser werden lassen sollten. An dieser Stelle sei laut der Schützengesellschaft insbesondere der Einbau einer neuen Scheibenzuganlage im Jahr 1993 zu erwähnen, wobei die KK Stände fünf und sechs so hergerichtet worden seien, dass man auf ihnen auch Sportpistole Präzision schießen kann.

Pflege von Kameradschaft und Schützentraditionen

Heute umfasst der Verein rund 100 Mitglieder und betreibt den Schießsport in Gieboldehausen in kameradschaftlicher Zusammenarbeit mit dem Nachbarverein St. Sebastian, nimmt an Rundenwettkämpfen und Kreismeisterschaften teil. Auf Südharzebene konnte die Schützengesellschaft von 1954 sogar schon zweimal die Südharzkönigin stellen und mehrere Vizebeziehungsweise vordere Plätze belegen.

Neben dem Schießsport werde in der Schützengesellschaft von 1954 auch die Pflege der Kameradschaft und der Schützentraditionen hochgehalten, wie der aktuelle Vereinsvorstand betont. Gleichzeitig stehe - wie wohl bei den meisten ehrenamtlichen Vereinen - ebenfalls bei den 54ern" der Wunsch im Vordergrund, für die Zukunft genügend interessierte Jugendliche und generell zu Schießsportinteressierte finden, um den bisher beschrittenen Weg erfolgreich fortzusetzen.

Den Vorstand der Schützengesellschaft von 1954 bilden derzeit der Erste Vorsitzende Markus Wüstefeld, der Zweite Vorsitzende Frank Lentes, Schatzmeisterin Sonja Dögow, Schriftführer Michael Dierking, Volker Lange als Ehrenvorsitzender, Schießwart Herbert Bode, Damenleiterin Patricia Wagner, Pressewart Gerhard Dögow, Standwart Nico Wüstefeld, Fahnenträger Marcel Wagner sowie die Jugendleiterin Beate Döring und Dario Dierking als Jugend-Standaufsicht. shz